50 Gedanken zu „Was ich ganz persönlich mit Jakob erlebt habe…“

  1. Jakobs Spruch, den er in die Gipfelbücher schrieb, hab ich auf eine witzige Art kennen gelernt.

    Ich war noch Schülerin in der HTL, und täglich mit dem Zug am Heimweg von Linz nach Rohr. Eines Tages setzen sich meine Freundin Christiane und ich zu einem jungen Mann, dem man ansah, dass ihn das lernen am Laptop absolut nicht interessierte! Nach kurzer Zeit, als wir bei ihm saßen, begann er mit uns zu reden. Er schilderte uns seine Lage, den Anhängerführerschein nachmachen zu müssen, obwohl er viel lieber in den Bergen wäre! Außerdem riet er uns, gleich alle nötigen Führerschein-Ausbildungen auf einmal zu erledigen, um sich Umstände zu ersparen und anschließend trug er ein Gedicht vor, welches er gern in Gipfelbücher schrieb,… Das Führerschein-übe-Program hatte er mitlerweile geschlossen und anstelle dessen hat er Christiane und mir Bergbilder am Laptop gezeigt! Ich hab mir damals den Spruch nicht gemerkt und Christiane gefragt, ob sie das tolle Gedicht vom aufgeweckten Zug Typen noch wusste, aber auch sie konnte sich nicht mehr dran erinnern!

    Einige Jahre später lernte ich meinen damaligen Freund kennen und wir fuhren gemeinsam zu einem Ball – ohne zu wissen, im selben Auto zum Ball zu gelangen und,… Ich wusste außerdem nicht, wer der Fahrer des Autos war. Also nochmal von vorne: Erst im Auto lernte ich zum einen Lukas kennen, zum Anderen saß am Steuer der Zug-Dichter! Zu dem Zeitpunkt wusste ich weder, dass ich mit Lukas eine Beziehung eingehen würde, noch hatte ich registriert, dass Jakob – der Fahrer des Autos – der Mann vom Zug war! Ich hatte einen lustigen Abend, wir alle (Verena, Jakob, Lukas, Anna, Sandro und ich) tanzten viel! Und im Laufe der Ballnacht schoss es mir und ich erkannte Jakob wieder! Ich hab ihn damals gefragt, ob er der vom Zug war und ob er zufällig den Spruch noch wusste. Natürlich wusste er ihn noch,.. Und schon trug er den Reim vor!
    An dem Abend lud ich die Auto-Truppe noch zu einer Eierspeise ein und von dem Tag an Beginn nicht nur meine damalige schöne Zeit mit Jakob’s Bruder Lukas und die tolle, leider viel zu kurze Bekanntschaft mit Jakob sondern vor allem eine wunderbare Freundschaft mit Verena!

     

  2. Gestern (am 01.11.2016) habe ich mit meiner Freundin eine Bergwanderung zum Brunnkogel unternommen. Während ich das Gipfelkreuz bewundert habe ist mir ein Visitenkarten-großer Aufkleber im unteren Bereich des Gipfelkreuzes aufgefallen. Das Gesicht ist mir gleich bekannt vorgekommen und als ich den Namen las war mir klar, dass es sich um den Jakob Bieregger handeln muss, mit dem ich beim EF Kurs 1 / ET 10/2007 bei der LKp Freistadt eingerückt war. Nach dem Militär verliert man sich aus den Augen und so war ich sehr erschrocken, als ich plötzlich erfahren habe, dass Jakob bei einem tragischen Arbeitsunfall ums Leben gekommen ist. Waren wir Freunde? Ich würde sagen Nein – wir waren Kameraden. Wo liegt der Unterschied? Freunde sucht man sich aus, Kameraden werden für einen ausgesucht. In diesem Fall lautete der Sortieralgorithmus wie folgt: Die untere Hälfte des Alphabets (bezogen auf den Familiennamen) wurde dem III. Zug, die obere Hälfte des Alphabets dem IV. Zug zugeteilt. So kam es, dass Jakob [B]ieregger und ich (Alexander [E]ntinger) im III. Zug gelandet sind. Die zeitliche Reihenfolge der Ankunft bestimmte, in welche Gruppe man eingeteilt wurde. Ich war etwas früher dran und landete in der 4. Gruppe, Jakob in der 6. Ist Kameradschaft nun schlechter als Freundschaft? Ich würde sagen – es ist etwas Anderes. Es ist ein Konzept, welches man am Ehesten nachvollziehen kann, wenn man selbst beim Militär gedient hat. Man könnte es so beschreiben: Unbedingter Zusammenhalt in allen Situationen. Dieser Zusammenhalt verliert über die Jahre auch nicht an Kraft – die Dinge die man zusammen erlebt hat schweißen die Leute zusammen und so wird Jakob auch für immer mein Kamerad bleiben.

     

    Da diese Seite ja primär dazu dienen soll, ein paar Geschichten über Jakob zu erzählen möchte auch ich ein paar Gedanken dazu beitragen.

     

    Das erste was mir eingefallen ist, dass sein Gruppenkommandant gelernter Konditor/Zuckerbäcker war. Seine Gruppe hat nun mit ihrem Kommandandeten gewettet, dass er, falls sie den Jägergefechtsdienstleistungsbewerb gewinnen, eine Torte für sie backen müsse. Prompt haben sie dann auch den Bewerb gewonnen und ihr Gruppenkommandant hat sein Wort gehalten und eine köstliche Torte für sie gebacken.

     

    Weiters gab es einen Ausbilder, mit dem Jakob auf Kriegsfuß stand. Einmal hat er sich auf am Pissoir mit einem anderen Kameraden laut über diesen Ausbilder ausgelassen – nicht ahnend, dass dieser zum selben Zeitpunkt auf der Toilette saß. Eine Standpauke für den gesamten Zug folgte 😉

     

    Bei sportlichen Aktivitäten war Jakob immer vorne dabei, mit der Disziplin hatte er manchmal seine kleinen Probleme. Das führte dazu, dass sein Name öfters auf der „Böse-Buben-Liste“ geführt wurde. Einmal wurden alle „Bösen-Buben“ zu einem kleinen Extra-Marsch beordert. Da Jakob eine Sportskanone war hat im die kleine Extraaktivität nichts ausgemacht, ich glaube mich zu errinnern, dass sie sogar ganz in seinem Sinne war 😉

     

    Ich möchte mich nun verabschieden, in dem ich eines der Lieder zitiere, welches wir damals des Öfteren in Zugsformation gesungen haben.

     

    Ob Sturm uns bedrohet von Norden,

    ob Heimweh im Herzen uns brennt.

    Wir sind Kameraden geworden,

    selbst wenn es zur Hölle aufgeht.

    Wir Jäger, wir wissen zu sterben,

    für uns ist das Leben nur ein Spiel, nur ein Spiel.

    Wir kämpfen gegen Tod und Verderben, 

    die Berge, sie singen unser Lied:

     

    Auf einem Jägersgrab, da blühen keine Rosen.

    Auf einem Jägersgrab, da blüht das Edelweiß.

    Der einzge Schmuck, für uns, das sind die Hohen Berge,

     

    und heiße Tränen die ein kleines Maderl weint.

  3. Ich heiße Robert, komme aus Tirol und kenne Jakob nun seit ca. 5 Stunden. Vor einigen Tagen fiel mir bei einer Bergtour auf den Lizumer Reckner eine Visitenkarte aus dem Gipfelbuch. Berührt vom Spruch auf der Karte ahnte ich bereits daß wohl ein tragisches Schicksal dahinter steckt.
    Heute Morgen versuchte ich mich an Spruch und Namen zu erinnern und landete Dank Google auf dieser Seite.
    Fasziniert lese ich nun seit Stunden in den Geschichten von Jakob und seinen Freunden.

    „Jakob“, schade daß ich dich nie persönlich kennen gelernt habe!

    Liebe Verena, ich wünsche dir und deiner Familie die nötige Kraft und Ausdauer bei der Bewältigung deiner großen Aufgabe.

    „Viele Wege führen zu Gott, einer davon führt über die Berge“
    (Reinhold Stecher, ehem. Bischof von Tirol)

  4. NÄCHTLICHE ERZIEHUNGSMETHODE BEI ANDREAS
    Andreas meinte manchmal abends im Bett unbedingt noch laute Geräusche machen zu müssen. Zum Leidwesen von Michael und von uns, denn Michael konnte dann nicht einschlafen, weinte wieder, Andreas schimpfte mit Michael, dieser weinte noch mehr, Andreas schrie mit Michael und wir saßen wieder am Esstisch oder auf der Couch und mussten ärgerlich die Augen verdrehen. Manchmal ging ich, dann bekam Andreas eine Abmahnung und Michael wurde wieder gut versorgt ins Bett gelegt. Und manchmal gingst du rüber.
    Nicht lange aus kann ich mich erinnern, als du rüber gingst und ziemlich lange weg warst. Du warst nicht aufgebracht oder wütend und gerade das hat mich besonders neugierig gemacht auf deinen Plan.
    Du hast dann stolz erzählt, dass du draußen auf der Terrasse ein Bett vorbereitet hast. Komplett mit Decke und Polster und sogar den Kindertisch als Umrahmung, damit er geschützter ist. Du hast dann Andreas aus dem Bett geholt, ihm das Bett draußen gezeigt und gesagt, wenn er nicht leise sein kann, darf er sich in das Bett draußen legen. Da kann er dann gern auch noch a bissal singen oder plaudern :).
    Und leise wars!

  5. Da ich morgen Tagdienst habe und keine Zeit habe, hier was reinzuschreiben, kommts schon einen Tag früher… Heut ist also der 12. September 2016… Ziemlich genau vor einem Jahr war es, – es war halt Sonntag 13. September 2015, als ich Jakob zum letzten Mal sah… Und diese Erinnerung wird mir hoffentlich noch ganz lange so klar im Kopf bleiben…
    … Verena hatte mich vor ein paar Tagen angerufen, ob Martin und ich am Sonntag zum Klauser Stausee mitfahren möchten, um dort dieses „Grillboot“ auszuprobieren… Ich hatte noch nie davon gehört- ein Boot, mit dem man gemütlich dahinfahren kann, während man gleichzeitig grillen und direkt dort auch speisen kann… Martin war sofort begeistert von der Idee, ich brauchte einen Moment Zeit zum Überlegen, schließlich hatte ich an diesem Wochenende viele Dienste geballt und vor allem auch direkt am 13. einen Nachtdienst geplant. Letztendlich entschied ich mich doch mitzufahren.
    Ich glaube Treffpunkt war um 11:00, Martin und ich kamen schon mal ein paar Minuten zu spät, da ich noch einen Zwetschkenkuchen zur Nachspeise gemacht hatte und der Kuchen einfach noch seine Zeit im Backofen brauchte. Wir begrüßten alle, die anderen hatten inzwischen schon das Boot mit all den guten Sachen beladen. Als wir da waren stiegen wir ins Boot und die Fahrt und auch die Grillerei begann. Wir plauderten, aßen, hatten Spass miteinander… Erinnern kann ich mich vor allem noch ganz gut daran, als Jakob Michael auf einmal ein seinen Beinen packte und kopfüber beim Boot hinunter ließ, damit Michael ein bisschen besser sehen konnte. – diese Handlung passte einfach so zum Jakob :) Hängen geblieben ist auch, mit welchen Genuss Jakob meinen Zwetschkenkuchen verzehrt hat… Ich habe das immer sehr an Jakob gemocht, wie wertschätzend er allen Leuten, die jemals für ihn gekocht haben, gegenübertrat. Für ihn war es nie selbstverständlich, dass abends ein Essen für ihn am Tisch stand, sondern ich glaub er hat das an Verena und Christa immer sehr geschätzt!
    Auf jeden Fall sind wir dann mit dem Grillboot einmal ans Ufer gefahren und sind steil bergauf zu einer riesen Brücke „gewandert“. Jakob und Martin, beide aus der Baubranche, waren natürlich schwer begeistert davon und besprachen alle Details…
    Bei der Rückfahrt mit dem Grillboot hatten wir Gegenwind, irgendwie schienen wir nicht wirklich vom Fleck zu kommen, so verständigte „Andreas“ den „Bootsmeister“, der uns schließlich mit einem Motorboot entgegen kam und uns abschleppte.
    Zurück beim Gasthaus aßen wir noch ein Eis, wir verabschiedeten uns, da ich in den Nachtdienst musste…

    Heute ist es ein Jahr aus, dass wir diesen Ausflug unternommen haben und ich erinnere mich daran, als wär es gestern gewesen. Ich bin so unglaublich dankbar, dass ich mich dazu entschieden habe, mitzufahren, denn diese Begegnung mit Jakob war einfach die letzte, – nur dass zu diesem Zeitpunkt niemand daran gedacht hätte, dass Jakob nur zwei Tage später an diesem tragischen Unfall ums Leben kommen musste…
    Jedes Mal wenn ich nun beim Klauser Stausee vorbeifahre, sind diese Erinnerungen so nah, es ist für mich ein ganz besonderer Ort geworden… Und obwohl es nun schon ein Jahr aus ist, ist es immer noch so unrealistisch… Jakob spürt sich noch so nah an, wenn er auf einmal wieder da stehen würde, wäre es noch ganz normal, vor allem eine riesen Freude, von der wir leider nur träumen können…. Und obwohl es ein Jahr aus ist, bekomm ich immer noch eine Gänsehaut und Tränen in den Augen, wenn ich das schreib…
    Hmm,,, ich weiß gar nicht was ich sagen soll… Es ist einfach unbeschreiblich traurig so einen lieben Menschen zu verlieren…- Vor allem denk ich dabei so oft an Verena und ihre Kinder, die wohl das „schlechteste Los“ gezogen haben… Ich wünsche Verena und den zwei Kindern alles Liebe und Gute, ganz viel Kraft und das sie die Nähe Jakobs/ihres Papas spüren können. Ich bin mir so sicher, dass er merkt, wie viel Liebe sie alle noch für ihn empfinden und dass Jakob so unglaublich stolz auf seine Frau und seine Kinder ist…

  6. Die letzte Fahne !

    Genau vor einem Jahr, als ob´s gestern war.

    Ring ring…..

    Hallo Papa.

    Ja Jakob wo brennts.

    Duuu Papa, bist dabei Lager überfallen.

    Ja gerne, wer is den aller dabei.

    Nur wir zwoa, wannst mitgehst.

    Passt, is eh guat.  Wo treff ma uns.

    Du mia müssn jeder alloane foarn wie i bin nu auf der Baustell in Steyregg und va da muas i nu hoam und des Auto holn.

    Jakob des ist koa Problem ich hab im Mühlviertl z´tuan und da wart i dann auf di.

    Um ca. 21h war ich vor Ort und verfolgte das Treiben mit dem Feldstecher. Unter anderem bemerkte ich auch geschäftiges Treiben um die Fahne. Mit den Regeln war ich nicht so vertraut, aber ich sah, dass über den Köpfen genagelt wurde. Aha dachte ich, das ist sehr wertvoll zu wissen. Der Tag ging zur Neige und die Nacht versuchte zu erstarken, aber der Mond machte dem dunklen Treiben ein Ende und der Lagerplatz erstrahlte im silbernen Licht. Ich merkte einen Schatten der durch den Wald kam. Hinter einem Baum im Schatten kauernd ließ ich den Schatten auf 5m heran.

    Jakob

    Ja Papa

    Komm tuan ma weita. Und pass a wengal aufn Mond auf di siagt ja a jeder.

    Stell da vor hob i des neiche Auto und ho mi schon blitzt.

    Auweia Jakob da zwischen Dornach und Treffling muas ma aufpassn.

     He Papa schau beim A-Mastn, siagst den der da umirobbt.

    Ja Jakob tuan ma weita sonst kriagn andere de Fahne. Wo is den gescheider über die Bruckn oder wo anders.

    Na Papa da hom ma koa Chance am besten vom Brunnen her.

    So führte der Weg in einem großen Bogen um den Zeltlagerplatz und dem zugehörigen Haus. Der Himmel war wolkenlos und der Mond beleuchtete alles was nicht im Schutze eines Schatten war. Nasses Gras, Brennnessel und Brombeerdornen waren die Weggefährten. Am Bauch schon nass triefend erreichten wir nach einer Stunde den Brunnen der einen ca, 30cm breiten Schatten spendete. Ein Wächter war bei der Fahnenstange. Es war schwer zu erkennen wie groß er war, der Mond blendete zu stark. Da es knarrte der Schotter und die Schritte des zweiten Wächters kamen auf uns zu. Jakob und ich drückten uns an den Brunnen um im Schutz des Schattens zu verweilen. Ein Schritt weiter und er wäre uns auf den Kopf gestiegen. Eine kleine Linksdrehung und die Schritte entfernten sich Richtung Fahnenmast.

    So Papa du holst die Fahne und i schalt de Wachen aus.

    Na Jakob du holst de Fahne. Es ist deine Ehre. Außerdem bist du größer daher kannst das leichter runterholn, und du kannst a schneller renna. So Jakob jetzt zähl i noch amoi. Es geht bis 140 dann hat der de ganze Runde. Also bei 70 start i los und schnapp de Wach und du de Fahne.

    Ok Papa i dua was i kann

    70 und los. Die Fahnenwache hatte keine Chance. Hoppala der war ja viel kleiner als im Mondschein vermutet und brachte auch vor Schreck keinen Piep heraus.  Als die andere Wache Alarm gab, war die Fahne bereits eingerollt und Jakob fegte wie ein Blitz über den Platz bis er im Schatten der Bäume verschwand.

    Ein großer Tumult entstand, bis ich bereits als Gefangener die Worte vernahm.

    Das ist ja der Papa vom Jakob, oh mir schwant Böses.

    Nach einer kurzen Weile kommt Jakob mit der Fahne im Auto zurück begrüßt alle seine Mannen und alle freuen sich gemeinsam die Tradition erleben zu dürfen.

    Jakob bleibt im Lager … ich fahre nach Hause.

    Es war das letzte schöne Erlebnis mit Jakob. Ich möchte es um keine Umstände missen, denn es wird keines mehr folgen.

    Jakob du fehlst mir.

  7. Heute bin ich wieder mal (zum 1.000 Mal) die Strecke von Wartberg nach Hause gefahren. Auf Höhe vom neuen Bahnhof ca. beginnt die Hüpferei auch schon. Denn auf der Strecke bis nach Audorf sind so unglaublich viele Kanaldeckel auf der Fahrbahn und als Draufgabe sind sie natürlich alle so positioniert, dass man mit dem linken Reifen ständig drüber fährt. Es rumpelt also ganz schön. „tutum,  tutum, …“ Dem Otto-Normalverbraucher fällt das aber Gottseidank nicht auf, sonst hätten wir vielleicht nicht ausreichend Plätze in der psychatrischen Anstalt, weil sich jeder nach dieser Strecke selbst die Haare vom Kopf reißen möchte oder aus Wut das Lenkrad beim Aussteigen gleich mit heraus nimmt. 😉

    Ich muss sagen, ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die dieses nervige Fahrgeräusch und die Erschütterungen immer als belanglose Nebensache an mir vorüberziehen lasse. Aber dich Jakob, dich hat das jedes Mal aufs Neue so furchtbar geärgert, dass du zu fluchen begonnen hast. Und wer dich kennt, weiß wie toll du im Fluchen warst. :)  Am Schlimmsten war es dann, wenn wir auch noch Gegenverkehr hatten, denn dann hattest du nicht einmal die Chance zumindest manchen von den Deckeln auszuweichen. Ich musste mich dann oft über dich ärgern, weil du dich wegen so unnötigen Dingen ärgern musstest. Und manchmal konnte ich auch darüber lachen, wenn wir wieder mal im Slalom nach Hause gefahren sind.

    Und heute… heute bemerke ich (Gottseidank) nur jedes 10.Mal wenn ich durchfahre diese Kanaldeckel und dann denke ich wehmütig an die Zeit mit dir, als ich noch am Beifahrersitz saß und nicht immer das Steuer in der Hand haben musste. Manchmal lächle ich und denke liebevoll an deine kleinen und größeren Makken und manchmal laufen mir nur lautlos die Tränen über die Wange.

  8. In fünf Tagen ist unser 4.Hochzeitstag. Ich habe Angst davor! Ich spüre, dass die Trauer mit jedem Tag stärker wird und das große Loch in meinem Herzen wieder seinen Platz und seine Aufmerksamkeit einfordert. Wie ein schwarzes Loch, das all meine Gedanken und meine Gefühle in sich hineinzieht. Auch körperlich fühlt es sich ähnlich an. Alles zieht sich zusammen und versucht vergeblich das Loch zu schließen. Jakob ich vermisse dich so sehr!!! Egal wie viel Freude ich erlebe, wie viele schöne Erlebnisse ich habe, wie viel Liebe ich für meine Kinder und besondere Menschen empfinde, das Vermissen bleibt.

    Was ich persönlich mit dir erlebt habe… das ist die Frage in der Überschrift…

    Ich habe DICH erlebt! Und ich bin so froh darüber, dass du mit mir so viele deiner Gedanken, Sorgen, Zweifel, Ängste aber auch Zukunftsvisionen geteilt hast. Die vielen Gespräche mit dir haben in mir das Gefühl hinterlassen, dich wirklich zu kennen. Und das mache ich mir oft zu Nutze. Ich stelle mir dich ganz oft vor, was würdest du mir raten, was würdest du antworten, was würdest du zu den Kindern, zu Freunden, zu deiner Familie sagen… Und manchmal gebe ich meine Eingebungen weiter und hoffe, dass sich die Betroffenen über deine Gedanken freuen.

    Seit ich mein letztes Buch zu Ende gelesen habe „Beweise für ein Leben nach dem Tod“ hat sich mein Glaube einen liebenden Gott und den Himmel in ein stilles Wissen verwandelt. Ich bin dankbar für über 1000 Menschen, die vom Leben nach dem Tod erzählt haben und mir die Gewissheit geben, dass du in eine gute Welt gewechselt hast. Dass ich jetzt weiß, dass du mich irgendwann auch liebend empfangen wirst. Und dass du jetzt unendliches Wissen und unendliches Mitgefühl hast. Das tut mir gut. Ich brauche dein Mitgefühl noch ganz oft. Es stärkt mich, oder anders, es hält mich dann wenn ich schwach bin. Du verstehst mich. Und dass du mich liebst, weiß ich Gott sei Dank aus vielen schönen Erinnerungen. Ich danke dir auch für deine mehrmals ausgeprochene Anerkennung meiner Mutterqualitäten. Ich weiß, dass du mit mir überaus zufrieden bist.

    Was ich mit dir erlebt habe… heute schreibe ich von den vielen persönlichen Gesprächen in denen ich dich erlebt habe. Die Inhalte wären erstens zu viel und zweitens zu intim. Aber die größte Freude habe ich immer wieder an deiner ausgesprochenen Zusage, dass du mir im Falle deines Todes ein glückliches und liebendes Leben wünscht. Dass ich dir nichts schuldig bin und nichts dir zuliebe tun brauche. Dass ich mich gut um die Kinder und somit zuerst um mich kümmern soll und dass ich das Leben weiter genießen soll.

    Danke für diese Worte!!!

     

    In liebe Verena

  9. War DAS der beeindruckende Junge: offenherzig, kräftig, so natürlich … der viel zu bald gehn musste? Als wir gestern am Landsberg das Kärtchen entdeckt haben, war ich einfach nur bestürzt. Verenas Worte, er habe seinen Zweck im Diesseits wohl bereits erfüllt, haben mich getröstet – denn daran glaube ich.

    Ich kannte Jakob nicht besonders gut, aber der Betriebsausflug an dem ich im Bus vor ihm saß, hat mich viel gelehrt: Lebensfreude, Weisheit, Gerechtigkeit und Stärke haben nichts mit Alter oder Erfahrung zu tun – Jakob hat sie „einfach so, locker“ mit sich getragen.

    Unser letztes Treffen war kurz nach seiner Entscheidung, den Konstrukteursjob gegen grundsolides Handwerk zu tauschen: mutig, dachte ich – Jakob hat sich wohl nie vor etwas gescheut.

    Und so wird er mir in Erinnerung bleiben: verlässlich, mutig, fröhlich – lebendig! Seiner Familie wünsch ich von Herzen: alles Liebe!

  10. Auf dem Rückweg einer Skitour am Bosruck-Parkplatz ist mir aufgefallen, dass an diesem Parkplatz meine Bergsteigerkarriere vor ca. 10 Jahren begonnen hat. Wer mich dorthin geschleppt hat dürfte klar sein.
    Aber das spannende war schon viel früher. Ich kann mich an unzählige Abende erinnern wo Jakob begeistert von seinen Bergtouren erzählte. Die Fotos wurden mit den blumigsten Geschichten untermalte und dem mehr oder weniger interessierten Publikum oft auch mir dargeboten. Aber für mich war zu diesem Zeitpunkt das Bergsteigen ein Zeichen von bestenfalls mangelnder Intelligenz. Der Weg um einen Berg herum mag zwar länger sein, aber bei weitem schneller, komfortabler und effizienter. Aber schon damals war mir tief drinnen schon klar, dass etwas mit dieser Einstellung nicht stimmen konnte. Aber es brauchte noch die richtigen Menschen die mir in der Lösung dieses mentalen Knoten halfen. Jakob war sicher nicht nur für mich einer dieser Menschen. An jenem Parkplatz bin ich dann tatsächlich eines Tages zum ersten Mal auf einen Berg aufgebrochen. Und es hat mein Leben sicher zum Besseren verändert. Seit damals gibt es mehr als eine dieser blumigen Geschichten auch mit mir. Von Nachtwanderungen mit Nächten so finster …, von Schneelöchern so tief…, von toten Vögeln und hübschen Hüttenwirtinnen.

    Es ist eine traurige Wendung des Schicksals, dass ich nun mit anderen auf den verschneiten Bosruck schaue und einen Magneten ans Gipfelkreuz klebe statt warme Backerbsensuppe zu essen. Aber die Erinnerung bleibt und Jakob hätte sicher seine Freude daran.

  11. Ich habe viele Erlebnisse mit Jakob erlebt.

    Die meisten Erlebnissen waren sehr lustig oder schoö aber eines davon war sehr lustig  Jakob ,Verena, Andreas, Michael und Ich waren radeln Andreas und Ich sind Fahrad gefahren Michael lag im Kinderwagen Verena und Jakob schoben ihn.Wir fuhren auf einen See .Dort sind wir mit einem Boot gefahren.Aufeinmal fing es an zu regnen .Wir fuhren unter eine Steinkuppel. Dort warteten bis es aufhörte zu regnen .Einmal kam sogar ein Partyboot vorbei . Wie wir dann auf der Station waren ist uns eingefallen dass wir den Kinderwagen nicht untergestelt haben zum Glück hat es jemad anderer getahn.Dann sind wir nach Hause gefahren.😎

  12. Erst vor kurzem haben Markus und ich das Grab von Jakob besucht. Wir waren tief beeindruckt von der liebevollen und persönlichen Gestaltung.
    Man hat sofort gemerkt, dass stets jemand bei ihm ist und er in den Herzen vieler Menschen weiterlebt. Kurz vorher dürfte auch jemand bei ihm gewesen sein, da einige Kerzen leuchteten. Als wir das selbst angefertigte Holzkreuz bewunderten, sagte Max zu mir: „genau das spiegelt Jakobs Wesensart wieder“. Dieser Besuch am Friedhof hat mir Anlass gegeben, meine Gedanken niederzuschreiben.
    Wöchentlich lese ich Jakobs Geschichtenbuch. Ich finde die Idee bewundernswert, wie du Verena versuchst seinen tragischen Tod zu verarbeiten bzw. loszulassen und das Unfassbare anzunehmen.
    Es ist bereits ein unglaublich wertvolles Erinnerungsalbum geworden. Deine Jungs werden dir bestimmt einmal sehr dankbar sein, dadurch an Papas kurzem Leben teilnehmen zu können. Ich war 7 Jahre als meine Mama gestorben ist, aber ich habe leider wenige Erinnerungen an sie vor dem Tod, doch den 28.02.2000 werde ich nie vergessen. An diesem Tag ist meine Mama von uns gegangen, ich könnte diesen Tag detailliert nacherzählen. (Ich weiß sogar noch welches Buch ich an diesem Abend angesehen habe, was ich mit meiner Schwester gespielt habe, wie mein Papa mir mittgeteilt hat, dass ich nicht zur Schule gehen darf …. etc.)

    Ein großes Lob für die Umsetzung dieses unbeschreiblich schönen Projekts. Echt toll, wie man sein Leben verfolgen kann und welche Spuren er bei jedem einzelnen hinterlassen hat. Damals, im Jahr 2000, waren die modernen Medien leider noch nicht so fortgeschritten, um auf diese Art und Weise das Leben meiner Mama zu dokumentieren. Der Großteil meiner Erinnerungen basiert auf Erzählungen und Fotos.
    Nun zu dir, Verena und zu Jakob:
    Ihr, die Familie Dickbauer/Bieregger seid wie schon von so vielen treffend formuliert, tatsächlich wie ein Magnet. Zu Euch haben wir immer schon eine ganz besondere Beziehung gepflegt. Bei euch kann man sich einfach nur wohl fühlen. Egal ob Jakob, Verena oder alle anderen Familienmitglieder. Auf jede Familienzusammenkunft oder Feier haben wir uns so gefreut euch wiederzusehen und mit euch beisammen zu sein – da war es einfach immer lustig. Jakob zeigte immer Interesse an einem und somit ging das Gesprächsthema nie aus. Bei jedem Treffen habt ihr meist einen Korb mit Spielen mitgebracht, wo wir dann den Nachmittag spielend und lachend verbrachten.
    Markus erzählt immer davon, wie Leonhard, Gerhard, Jakob, Alex, Sandro und er mit der Gummischleuder verfaulte Äpfel und Steine aufs Feld katapultierten. Das hat er als ausgesprochen lustig erlebt und war für alle eine riesen Gaudi.
    Das war am Anfang des letzten Jahres, als wir Weihnachten mit der Briendl-Verwandschaft bei uns in Münzbach „nachfeierten“.
    Was für mich persönlich immer das schönste Ereignis sein wird – ist eure Hochzeit.
    Es war bisher die SCHÖNSTE Hochzeit auf der ich je war. Immer wieder erzähle ich anderen Leuten von eurem tollen Chor, dem wunderschönen Landgasthof oder der genialen Showeinlage zu Mitternacht. Es war echt ein besonderes Erlebnis dabei sein zu dürfen. Erst vor einigen Tagen bin ich zufällig auf das Video „The best day“ gestoßen – ihr beide seid und bleibt auf jeden Fall ein Vorbild für uns alle.

    Danke, für die schöne Zeit mit Dir Jakob!
    Wie werden DICH nie vergessen und in der Erinnerung wirst du immer bei uns bleiben.
     
     
     

    1. DANKE Lisi!!!

      Ich brauche genau diese Geschichten und deine Gedanken! Ich freue mich über jeden, der auf die Homepage schaut und selber in Erinnerungen schwelgt und mit mir die Gedanken an Jakob teilen möchte.

      Ich werde mich auch immer an euch auf unserer Hochzeit erinnen :)
      ALLE in ROSA :)
      (tut mir leid, ich habe keines ohne Taschentuch vor der Nase gefunden 😉 )

  13. Endlich finde ich Zeit und Überwindung hier von meinen Erinnerungen an Jakob zu erzählen (zumindest mal einen kleinen Teil davon)

    Gestern erst erinnerte ich mich wieder einmal an eine gemeinsame Urlaubswoche mit dem Planenwagen am Attersee: Voll bepackt führte uns die Fahrt am ersten Tag zum Traunsee, wo wir mittag aßen, baden gingen und gute Gespräche führten. Jakob und ich philosophierten über Gemeinschaftswohnen und waren uns in ganz vielen Punkten einig. Dass wir wirklich einmal kurz vor der Umsetzung die Entscheidung Ja/Nein zu treffen haben, war uns damals noch nicht bewusst…. Ein Rundgang durch Gmunden führte uns zu einem Kinderspielplatz, wo es eine Hängematte mit Hartplastikgliedern gab. Die Männer in der Runde diskutierten darüber, ob es sich wohl ausgeht, dass man die Hängematte mit viel Schwung 360° dreht; auf Grund der Fliehkraft dürfte die dahinfliegende Person nicht herausfallen… Anstatt der langen Diskussionen war ich für „einfach ausprobieren“ und meldete mich als Testperson. Die Männer nahmen viel Schwung und auf „3“ schickten sie mich auf die Reise -> es funktionierte…fast! Der Schwung war zu viel und ich rotierte 1,5 mal und als die Hängematte wieder am Höchststand war, plumpste sie nach unten. Die Männer machten aus Reflex einen Schritt zurück, um nicht getroffen zu werden, außer Jakob, er machte einen Schritt nach vor um mich aufzufangen. Danke für deine Reaktion! Als wir uns dann am Abend auf den Weg machten zu einer nahegelegenen Wiese, wo wir übernachten durften, kamen wir noch an einem gewaltigen Feuerwerk über dem See vorbei….Nach einer kühlen Nacht im Freien führte uns der Weg weiter über einen Pass mit Schotterstraße. Als wir fast drüber waren und uns einmal zufällig umdrehten, entdeckten wir, dass unser Planenwagen hinten Gepäck verlor- was wird jetzt wohl alles schon fehlen?…. Am Campingplatz am Attersee angekommen, wurde das große Zelt aufgebaut, das Rad vom Planenwagen repariert, fürs Mittagessen eingekauft und alles heimelig eingerichtet. Am Nachmittag zog ein schweres Gewitter auf und wir verzogen uns auf Grund des Regens zurück in den Planenwagen. Plötzlich rief Jakob: „Wir müssen einen Wassergraben ums Zelt herum bauen“. Jeder half im strömenden Regen mit, so gut er konnte und so schafften wir es innerhalb kurzer Zeit das Zelt trocken zu legen und vor Unterspülungen zu sichern. Gerade als wir fertig waren, rief die hochschwangere Verena vom Planenwagen „Essen ist fertig“ und versorgte die fleißigen Buddler mit einem köstlichen Rostbraten- die Gruppe war perfekt zusammen geschweißt!… Nach einer feinen Woche ist mir speziell die Heimfahrt mit dem Planenwagen wieder in Erinnerung, bei der ich mit Jakob Häuser schaute- auch hier waren unsere Geschmäcker wieder recht ähnlich. Schade, dass Jakob uns nun beim Hausbau nicht mehr helfen kann, öfters hätten wir schon eine Frage an ihn gehabt.

    Ganz oft kommt mir das Bild von Jakob beim Tourenski gehen mit Übernachtung auf der Dümmlerhütte, wo Jakob seine Kraft bewiesen hat. In seinem Rucksack befanden sich nicht nur seine Schlafutensilien, nein auch seine schweren Bundesheerstiefel dürften nicht fehlen- sie sind „die besten Schuhe die es gibt“! Zudem befand sich darin noch eine Menge Essen für die ganze Mannschaft, ein Haufen Schlafsäcke, die er uns abgenommen hat und hinten drauf gespannt noch eine Gitarre.

    Jakob hatte eine starke Meinung, weswegen ich Diskussionen mit ihm meidete. Wenn ich mich aber an seine Einfühlsamkeit, sein Nachdenken und später mal eingestehen, an sein genaues hinhören und nachfragen, sowie sein Verständnis erinnere, so ärgere ich mich darüber, nicht öfters mit ihm diskutiert zu haben, denn wir hätten bestimmt beide sehr davon profitiert!

    Die Beziehung von Jakob und Verena war uns oftmals Vorbild (und ist sie auch immer noch) wenn auch nicht immer nur im Positiven, denn sie teilten auch ihre Fehler mit uns, wofür wir ganz besonders dankbar sind! Auch unsere Hochzeit wurde durch die beiden zu einem perfekten Fest- ich bereue es, unsere Dankbarkeit nicht eher zum Ausdruck gebracht zu haben, aber wir vertrauen darauf, dass Jakob sie auch jetzt noch spüren kann.

    Ich misse die Zeit mit dir Jakob, aber freue mich schon wieder, dich in einem meiner Träume erleben zu dürfen!

    Daniela

     

     

  14. Ich beginne einfach mal mit dem ersten Mal als ich Jakob begegnet bin – er war mein Gruppenleiter auf einem Zeltlager. Wir waren eine „schwere“ Gruppe, urpsrünglich war der Michi  unser Gruppenleiter, er hat uns an Jakob abgegeben weil wir ihn überfordert haben. Was Jakob dann getan hat hat mich bereits damals beeindruckt – wir waren 6 Burschen, nur auf Blödsinn aus, aber er hat es geschafft allen unseren Blödsinn in eine gute Richtung zu lenken. Wir haben auf diesem Zeltlager jede einzelne Wertung (!!!) gewonnen. Er hat einfach alle unsere Energie ins positive gewandelt. Das hat mich bereits damals beeindruckt.

    Er war auch der größte Grund weshalb ich mich weiterhin bei den Schönstattburschen engagiert habe (und es auch weiterhin mache). Seine positive Energie und seine Begeisterungsfähigkeit hätte ich gerne!

    Apropos Burschen… Ich kann es immer noch nicht glauben, dass es jetzt keinen einzigen Überfäller mehr geben wird der uns so überfallen wird wie Jakob. Es gibt in Schönau einen Weg zum Überfallen den wir „Jakobsweg“ getauft haben – einfach nur, weil er immer von dort gekommen ist. Immerhin haben wir ihn einmal gestoppt – das hat ihn ordentlich geärgert, aber ich werde diesen Abend, als ich Jakob (mit der Hilfe von 10 Kindern) erwischt habe immer positiv in Erinnerung behalten 😀 – war auch schwer genug!

    Wenn Jakob mir von Verena erzählt hat, hat er immer geschwärmt – Sie hatte mal ganz heimlich bei einem Kreistreffen am Klavier gespielt. Auch wenn sie es damals nicht wusste – wir haben 10 Minuten lang nur gelauscht 😉

    Ich will auch noch von meiner letzten Begegnung mit Jakob erzählen. Sie war wirklich besonders, es war am Zeltlager 2015. Er hat uns überfallen – natürlich über den Jakobsweg – und die Fahne mit Bravour geschnappt. Danach ist er mit seinem Auto und lauter Musik auf den Zeltplatz gekommen. Was mich richtig gefreut hat waren seine Worte „Super dass ihr die Schönstattburschen weitermachts – habts a cooles lager?“ Ich hab sofort gemerkt dass er wieder Lust hätte mitzukommen. Schade dass wir die Chance nicht mehr haben.

    Besonders waren auch seine letzten Worte zu mir (auch wenn wir damals noch nicht wussten dass es so kommen würde): er hat einfach nur gesagt „auf dem Zeltplatz fühl i mi scho wieder wie daheim – i würd gern dableiben!“.

    Am nächsten Tag ist er mit leisem Wecker ganz heimlich still und leise weg… wie Verena es in ihrer Ansprache so schön beschrieben hat.

    Wahnsinn. Mir fehlen einfach immer noch die Worte.

    Ich teile jetzt noch ein Lied mit euch dass ich mir oft angehört habe als ich von Jakobs Tod erfahren habe.

    https://www.youtube.com/watch?v=IuHnru2UJfs

    Ich habe mir vor allem die Worte „ich folg deinen Spuren im Sand, und so folg ich deinem Leben“ zu Herzen genommen. Jakob war das größte Vorbild das man haben kann. Das habe ich bereits mit 12 erkannt – und davon weiche ich auch nicht ab.

  15. Rettung in ausweglosen Situationen

    Silvester 2009/10 haben wir auf der Hanslreitalm am Hengstpass verbracht. Geplant war, dass wir in der Gruppe zu ca. 10 Personen mit den Turnskiern rauf gehen. Das Wetter hatte dann aber so wie auch heuer mehr Frühling als Winter angezeigt, also entschieden wir einen Tag vor Abreise, dass wir doch mit dem Auto hinauf fahren. Super! Da brauchen wir mit dem Gepäck nicht sparen, können Essen und Trinken ohne Ende mitnehmen, Spiele, Musikinstrumente,… alles was man zu einem 4-tägigen Hüttenaufenthalt so brauchen kann.

    Am ersten Abend haben wir draußen schön gegrillt, der zweite Tag war dann etwas angezuckert, der dritte Tag war perfekt zum Bob- und Schlittenfahren, Iglu bauen, sich den Hügel runter wutzeln und noch viele weitere lustige Sachen UND der vierte Tag… hatte plötzlich einen halben Meter Schnee. Es war uns nichtmal gleich bewusst, dass das ein Problem werden könnte. Einzig die Dämmerung machte uns Sorgen, also entschieden wir doch schon um 3 dort los zu fahren, damit es uns nicht dunkel wird.

    Mit zwei vollbepackten Autos machten wir uns dann auf den Weg. Der viele Schnee ließ uns dann schon entscheiden, dass das höhere Auto als erstes fahren soll, damit es die Schneemenge fürs zweite Auto minimiert. Langsam ging es vorwärts, der Scheibenwischer war schwer im Einsatz, denn es began auch noch zu schneien und wir waren froh, dass links und recht Bäume waren und wir so die Straße erkannten. Die ersten Kilometer ging es leicht aufwärts, bis wir dann den Pass erreichten und auf der Anhöhe plötzlich kein Baum mehr stand und der Wind richtig schöne Schneeverwehungen produziert hatte. Wir konnten also nur an der steil abfallenden Hangseite rechts die Straße erahnen und schauen, dass wir schön links bleiben. Damit das sicher gut geht stiegen dann zwei Leute aus und stapften voraus und checkten den Untergrund und spurten den Weg für die Autos. Es ging also nur noch in Schritttempo weiter. Stehenbleiben ging aber auch nicht, wer wusste schon, ob wir dann wieder los kommen würden. Und dann passierte es, das vordere Auto fuhr links mit dem Vorderreifen in den unsichtbaren Graben, der leider sicher einen halben Meter tief war, sodass das Auto gleich aufsaß. Alles schieben und ziehen half nichts. Also liefen wir zu einer Hütte die in Sichtweite war und suchten rundherum Werkzeug, Schaufeln oder sonstiges, ohne Erfolg. Wir fanden ein paar Stücke Holz. An diesem Punkt ist jetzt anzumerken, dass es mittlerweile dunkel wurde, alle komplett erfroren waren und wir unseren kleinen Andreas im Auto hatten.

    Wir versuchten immer wieder den Schnee rundum das Auto wegzubringen, den Graben irgendwie auszuschaufeln, den Reifen Bretter unterzuschieben, damit sich das Auto langsam aus dieser Sch…Lage herausbewegen ließe. Der und die ein oder andere verzweifelten an dieser Stelle schon. Die ersten Tränen flossen und ich dachte, jetzt holt uns heute Nacht noch der Hubschrauber, sofern der bei diesem Wetter überhaupt starten würde.

    Nur JAKOB, der hatte Zuversicht, der hatte noch Kraft, der konnte selbst mit erfrorenen Händen noch Schnee, Wasser, Matsch, Dreck und Eis rund um die Reifen weg schaufeln. JAKOB hatte einen Plan, zumindest gab er allen das Gefühl er hätte einen. Immer wieder verteilte er die Aufgaben neu und letzt endlich setzte er sich noch ins hintere Auto und machte den letzten Hoffnungs-Versuch mit dem Abschleppseil. Die anderen hatten den Autrag die Bretter unter den Reifen zu stabilisieren, das Auto zu schieben oder ziehen und einer natürlich auch im Auto selber drinnen genau im richtigen Moment das richtige Gas zu geben. Die Anspannung, die Nerven, die Energie alles war am Limit.

    Und dann… ho ruck, das Auto bewegte sich, es kam hoch auf die Straße, der Einschlag musst stark nach rechts gedreht sein, damit das funktionierte und dann… lauter erfreute Gesichter, fast ein Jubel!  ca. 2 Sekunden lang… und dann lauter erschrockene Gesichter, völlige Verzweiflung, Panik und jeder setzte seine volle Kraft ein um das Auto wieder zu stoppen. Knapper als in diesem Moment entgingen wir bisher noch nie dem Unglück, dass zwei Autos auf der gegenseite den Hang hintergerutscht wären. Zusammengehängt mit dem Abschleppseil und mit Kleinkind im Auto.

    Alle Beteiligten wissen um die unendliche Großartigkeit die Jakob an diesem Tag in diesen zwei oder drei Horrorstunden bewiesen hat.

    Einer von Jakobs häufigsten Aussagen: „Wenn du glaubst, dass du am Ende bist, bist du erst bei der Hälfte! Du schaffst dann nochmal genau so viel!“ – Jakob selbst war der beste Beweis für die Richtigkeit dieser – seiner Aussage.

    Jakob, deine Kraft, deine Stärke, dein Mut, deine Zuversicht, deine Hoffnung, dein Schutz, deine unerschöpfliche Energie und dein „für alle anderen – ALLES geben“ das vermisse nicht nur ich!

    Alle die dich erlebt haben, könnten hier eine Geschichte dazu schreiben, in der du mit deiner Energie etwas geschafft hast, was sonst keiner schaffen würde!

     

    Jakob, heute liebe ich dich wieder ganz besonders!

    deine beste Freundin, deine Frau, deine Königin 

  16. „Papa“ – 4. Juni 2015

    Eine Erinnerung, die Michael ganz persönlich mit seinem Papa erlebt hat (ich kenn sie aber nur aus Erzählungen).
    An diesem Tag war bei mir zuhause eine kleine Grillerei, wo Jakob etwas später auch dazukam.

    Verena erzählte mir…
    Michael wurde in der Früh munter und sein erstes Wort an diesem Tag war ein lautes und deutliches „Papa“. (Das erste Mal, dass er „Papa“ sagte). Jakob sprang voller Freude auf und schnappte sich dich lieber Michael, weil er so berührt war von diesem Moment.

    Als ich dann diese Geschichte später von ihm selbst hörte, war noch immer in großes Strahlen in seinen Augen.

     

    Von diesem Abend blieb mir noch gut in Erinnerung, wie groß Jakobs Begeisterung war, dass wir guten Wein aus schönen Weingläsern tranken. Er freut sich über die schöne Art Wein zu trinken :)
    Eine Woche später beim Weinfest in Bad Hall konnten wir dieser gemeinsamen Leidenschaft richtig großzügig nachgehen. :)

  17. Lieber Andreas, lieber Michael, auch euer Papa war mal klein, und ich durfte ihn durch seine Kindergartenzeit begleiten, (damals noch als „Tante“ Ursula – schaut mal, wie toll er zeichnen konnte, eine wunderschöne Sonnenblume und die Sonne strahlt am Himmel!!! Das hat euer Papa doch wirklich toll gemacht! Bereits im Kindergarten hatte er schon ganz viele Freunde und zeichnete sich für seine Hilfsbereitschaft aus! Ein richtig aufgeweckter Junge, so wie Buben eben sein sollen, ja, das war euer Papa!!
     
    Liebe Verena, auch dir wünsche ich, dass du die schönen hellen, warmen strahlenden Farben dieses Bildes von Jakob in dir aufnehmen kannst!
    Denn von den Menschen, die wir lieben, wird immer etwas in unseren Herzen zurückbleiben:
    etwas von ihren Träumen,
    etwas von ihren Hoffnungen,
    etwas von ihrem Leben,
    und alles von ihrer Liebe.
     
    Was man tief im Herzen hat, kann man nie verlieren! –
    Doch die Liebe ist stärker als der Tod und überwindet irgendwann alle Trauer.
    Die besten Wünsche für euren weiteren Weg
    Ursula

  18. Wie ja alle wissen, ist allgemein das Schwiegermutterdasein mit vielen negativen Gedanken und Witzen behaftet. Als Jakob bei der Hochzeit Verena bei uns abgeholt hat, kam er mit einem großen sehr schönen Blumenstrauß auf mich zu und sagte sinngemäß, dass er sich freue mich als Schwiegermutter zu bekommen, und dass die Blumen ein Zeichen seien, dass alle es sehen, dass er eine liebe tolle Schwiegermutter bekommt.

    Lieber Jakob auch du warst für mich ein toller Schwiegersohn, ich habe dir gerne unsere Tocher anvertraut.

    Ich danke dir dafür, dass es so schön war, für dich zu kochen, weil dir fast alles geschmeckt hat. Und du hast das auch immer wieder gesagt, wie gut mein Essen sei. Du warst auch unendlich dankbar, wenn du später gekommen bist und noch warmes Essen aufgehoben war für dich.

  19. Während Jakob im Ausland war bekam ich selten Nachrichten von ihm. Er war dort viel beschäftigt mit arbeiten und abends fortgehn :)

    Aber eines Tages war es doch so weit, er schrieb mir ein Mail mit dem Titel:

    „Ich glaube das würde dir gefallen!“

    und hat mir ein Foto angehängt mit einem Stahlwerk, das tatsächlich so in dieser Farbenpracht in Korea steht.

     

    Ich war begeistert!!!

  20. Obwohl wir viele Kilometer voneinander entfernt wohnten, durfte ich diesen wunderbaren jungen Menschen schon kennenlernen, bevor er die Liebe seines Lebens in unsere Verwandtschaft fand.
    Auf der Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für die Schönstattburschen kam er mit einem Begleiter zufällig zu uns, um zu erkunden, wem die vorgesehene Wiese wohl gehöre. Es dürfte im Frühsommer 2007 gewesen sein. Unter unserer alten mächtigen Linde neben dem Bauernhof im unteren Mühlviertel sind wir uns das erste Mal begegnet. Es war nicht irgendeine Begegnung. Jakob hat mich damals schon tief beeindruckt, wie er mich begrüßt hat mit einem kräftigen Händedruck und einer ganz besonderen Ausstrahlung. Ich war sehr angetan, wie er sich vorgestellt hat und wie er mit mir gesprochen hat. Sehr schnell verspürte ich so etwas wie eine  Seelenverwandtschaft und es entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch über „Gott und die Welt“… Mit dem idyllischen Plätzchen am Bach wurde es aber nichts, da es nicht unser Grundbesitz war. Sie mussten sich wieder verabschieden um weiter zu suchen. In mir aber blieb der Wunsch zurück, diesem liebenswürdigen, jungen Mann wieder einmal zu begegnen.
    Tatsächlich wurde dieser Wunsch Wirklichkeit: Bei einem Besuch bei Christa und Günther im Sommer 2008 stellte uns Nichte Verena ihren neuen Freund vor. Ich traute meinen Augen nicht, als ich Jakob sofort wiedererkannte. Das erfüllte mich mit großer Freude. Ich sehe ihn noch genau vor mir, wie er im Garten der Dickbauers in derselben Art und Weise auf mich – auf uns – zuging und uns so herzlich begrüßte. Sehr bald hatte er einen festen Platz im Kreise der Verwandtschaft, in seiner Nähe fühlte man sich wohl, er zog die Menschen an wie ein Magnet…
    Die Hochzeit mit Verena vor gut 3 Jahren war ein unvergesslich schönes Fest, ein tief berührender Beginn eines gemeinsamen Weges zweier sich innig liebender Menschen.

    Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, dass Jakob nicht mehr kommt, nie mehr zu uns kommt. Sein tragischer Tod hat in mir und meiner großen Familie eine Lücke gerissen, eine Leere hinterlassen.

    Danke, Jakob für alle Begegnungen und Gespräche, für alle gemeinsam verbrachten schönen Stunden und Augenblicke im Kreise der Verwandtschaft, bei Besuchen, Anlässen und Familienfeiern.
    Danke, dass es dich gab, und immer noch gibt in Gedanken, Bildern, Augenblicken, Erinnerungen…
    Deine Liebenswürdigkeit, Optimismus und Lebensfreude, dein fester Charakter, dein Glaube und deine Überzeugungen, deine überaus wertschätzende Wesensart und ansteckende Herzlichkeit, dein   Vorbild, mit dem du in deinem kurzen, aber intensiven Leben so viele beschenkt hast wird immer in unseren Herzen bleiben und dich nie vergessen lassen.
    Leb wohl, auf der anderen Seite des Weges.
    Bis wir uns wiedersehn halte Gott dich fest in seiner Hand

  21. Lieber Jakob,

    gemeinsam haben wir den Maturaball der HTL Wels im November 2006 geplant, organisiert und gefeiert. Viele unserer Jahrgangskollegen waren unglaublich schockiert von deinem Tod.

    Ich kann deiner Familie nur mein allerherzlichstes Beileid aussprechen und ein paar Bilder von unserem gemeinsamen Erlebnis mitschicken.

    Lisa

  22. Der siebzehnjährige Jakob – unsere verlässliche Stütze beim Hausbau

     

    Liebe Verena, lieber Andreas, lieber Michael!

     
    Bei der Errichtung unseres Rohbaus vor genau 10 Jahren hatte ich die Gelegenheit, Jakob näher kennenzulernen. Während viele seines Alters mit Schule und Freizeit ausgebucht sind, fand Jakob auch noch Zeit, über den Maschinenring zu arbeiten. Was er sich mit Freude bei der Arbeit durch seinen Einsatz erspart hatte, konnte er in so mancher geselliger Runde genussvoll „investieren“!
     
    Da wir im Vorfeld nicht wussten, wer uns vom Maschinenring geschickt wurde, war die Überraschung umso größer, als eines Morgens Jakob bei uns auf der Baustelle stand!
     
    Ich kannte eigentlich Jakobs Eltern aus meiner Jugendzeit in Sattledt und von Wallfahrten, und Jakob als Kind das erst gerade den Windeln entwuchs. Und nun stand er – gleichgroß wie ich, athletisch und voller Tatendrang mir gegenüber und begrüßte mich mit seinem unverkennbaren „sanften“ Händedruck – eine wahre Freude!
     
    Uns verband nicht nur die Sattledter Geschichte und die Welser HTL, sondern vor allem unsere ähnliche Lebens- und auch Arbeitseinstellung.
     
    Jakob war eine exzellente Hilfe am Bau, denn er war nicht nur geschickt, er konnte Tätigkeiten auch vollständig selbstständig erledigen und sah von alleine auch stets, wie´s weiterging und packte prinzipiell auch ohne Aufforderung an. Dabei war ihm keine Arbeit zu minder! Und je komplizierter und kniffeliger, desto interessanter! Auch dadurch, dass er einmal Begonnenes – auch wenn es schlussendlich um einiges länger als geplant dauerte – zu Ende bringen wollte und der Anspruch, dass – wenn man schon etwas macht, es ordentlich macht – war er mir so ähnlich wie ein Bruder. Unendlich traurig und zermürbt bin ich, wenn ich daran denke, dass Jakob mitunter durch diese überaus positive Eigenschaft und durch seine Korrektheit letztendlich jetzt schon sterben musste!
     
    Mit Freude erinnere ich mich jedoch an unsere Bauzeit zurück, denn genau durch diese Eigenschaften verbrachten wir viele Stunden in Wort und Tat gemeinsam – auch bis in die späten Nachtstunden hinein. Ein wenig Skrupel hatte ich, denn Jakob war damals ja mit seinem Moped unterwegs… Aber von der Baustelle heim wäre es auch nicht später und kälter als beim Fortgehen – was mir ein Schmunzeln entlockte!
     
    Faszinierend war, dass Jakob trotz seines jugendlichen Alters nicht nur überaus kräftig war und überall anzupacken verstand, sondern man mit ihm über Gott und die Welt diskutieren konnte. Es war eine Freude, nicht nur technische, sondern auch zwischenmenschliche Lebensweisheiten und Ansichten auszutauschen! Mit Jakob waren die Gespräche immer tiefsinnig, aber nicht minder lustig und abwechslungsreich!
     
    Er verkörpert für mich die Lebensfreude in Person, und er hat in seinem viel zu kurzen Leben wirklich als unser aller Vorbild gelebt und gehandelt wie kein zweiter! Fassungslos bin ich angesichts des Verlustes für uns alle und speziell für seine Familie, für dich, liebe Verena, für dich, lieber Andreas und für dich, lieber Michael! Jakob war ein Mensch, der in der Welt, in uns, in mir bleibende Spuren hinterlassen hat!
     
    Meine Wertschätzung Jakob gegenüber ist präsenter denn je und die Beziehung zu ihm spornt mich an und gibt mir Mut Dinge auch wieder verstärkt so anzupacken wie er es tat. Die Begegnungen mit Jakob sind mir kostbar, ich werde sie in meinem Herzen bewahren!
     
    Eine besondere Freude für mich und meine Familie war das Wiedersehen mit Jakob und Verena auf den Familienwochen in der Grünau! Als junges, lebendiges, zärtliches Paar mit eurem Andreas und mit eurem Michael ward ihr wunderbar zu erleben! Auch auf den Beziehungstagen in Puchberg war spürbar, dass sich hier zwei gefunden haben, die sich zutiefst lieben! 
     
    Nun bist du uns voraus gegangen, Jakob, und unser Verstand kann und will es noch immer nicht fassen! Es bleibt noch viel Leere… Doch wir sehen dich auch im Licht der Ewigkeit, erlöst und befreit von Raum und Zeit und Auferstanden zum Leben im Angesicht Gottes. Das ist unsere Hoffnung und unser Glaube, dass es dir jetzt gut geht und dass wir einander wiedersehen!
     

     
    Ich danke dir für alles, Jakob!
     
    Dein Freund Rupert
    mit Regina

    und unseren Kindern Antonia, Benjamin, Emanuel und Jeremias

     

  23. Weihnachtsfeier mit „Quetschn“ beim EF in Allentsteig

    Ich bin gerade fassungslos… soeben hat mir einer unserer Kameraden aus der Gruppe – wir waren im Winter 2007-2008 gemeinsam in Freistadt stationiert – geschrieben was mit Jakob passiert ist.

    Und heute ist es fast genau 8 Jahre her, dass ich Jakob kennenlernte.

    Ohne, dass ich nach unserer Zeit beim österreichischen Bundesheer noch Kontakt mit ihm gehabt hätte, sitze ich nun da und bin tief traurig über den Verlust eines so dermaßen gutmütigen und hilfsbereiten Menschen.

    Jakob war jemand den man nicht vergessen konnte. Er hat uns im wahrsten Sinne der Worte aus dem Dreck gezogen wenn es nicht mehr ging. Und seine aufbauenden und motivierenden Worte vollbrachten Wunder, spornten uns immer weiter an. Ich kann mich nicht erinnern ihn jemals (in knapp 5 Monaten) wütend oder aggressiv erlebt zu haben.

    Das erste das mir zu seiner Person wieder in den Sinn kommt, wenn ich an ihn denke, ist die Weihnachtsfeier 2007, die wir alle in Allentsteig verbracht haben.

    Es war kalt, es war nass, und wir wurden nicht geschont… aber am Abend packte der Jakob seine „Quetschn“ aus und wir sangen so lange Gstanzl bis der gesamte I. und II. Zug standen und voll guter Laune mitmachten… sogar die Offiziere.

    Er war einfach ein mitreißender Typ!

     

    Ich möchte hiermit allen Hinterbliebenen mein herzliches Beileid ausdrücken.

    Und Dir lieber Jakob – alles Gute da oben!

    Jürgen

  24. Jakob kümmert sich jetzt um eins unserer Kinder

    Vor sieben Jahren haben Jakob und ich ein ganz spontanes und unerwartetes Geschenk bekommen. Ich war schwanger.

    Auch wenn wir uns noch nicht lange kannten, wussten wir beide, dass wir für immer beisammen bleiben würden. Das Geschenk jetzt ein Baby zu bekommen war zwar überraschend, aber trotzdem freudig. Für uns war klar, dass das Baby bei uns in guten Händen sein würde es als kleiner Sonnenschein in unserer Liebe aufgehen darf.

    Auf den Rat des Arztes hin, sollten wir noch ein paar Wochen warte es weiter zu erzählen. Leider! Heute würde ich es anders machen, ich würde es gleich erzählen.

    in der 7. Woche dann waren wir in Linz auf einerm Konzert im Brucknerhaus. Dort bekam ich extreme Bauchkrämpfe und eine starke Blutung. An diesem Abend haben wir unser kleines Glück leider nach so kurzer Zeit schon wieder verloren. Vielen haben wir dann im Nachhinein nichts mehr davon erzählt.

    Aber es tröstet mich jetzt der Gedanke, dass Jakob sich nun auch um unser kleinstes (eigentlich jetzt schon größest) Kind kümmern kann und dieses jetzt auch einen Papa bekommen hat. Und ich schau, dass ich mich hier herunten um die anderen zwei gut umschaue!

    An Jakob bemerkenswert war, dass er sich einfach nur freute über die Nachricht, er hat nie an uns gezweifelt und mich sofort gestärkt in meiner besonderen Situation.

    Danke dir Jakob für die Liebe und Stärke und auch für die Trauer in der du zu mir gestanden bist!Unser kleines Geschenk November 2008

  25. Jakob hat uns zusammen gebracht

    Ich habe Jakob 2005 im Tanzkurs kennengelernt.
    Er war ja schon der Vollprofi beim 3x Grundkurs und somit auch heiß begehrt bei den Mädls. Ich wusste, dass zwei Schulkollegen von meinem Bruder auch in meinem Tanzkurs waren, hatte aber keine Ahnung wer oder wie sie heißen.
    Jakob wusste offensichtlich ziemlich das Selbe wie ich war aber doch neugierig und so haben wir uns irgendwann beim Tanzen getroffen. Ein wirklich guter Tänzer war er auf alle Fälle. Wir haben ein wenig geredet und als der Tanzkurs vorbei war und wir eigentlich schon draußen waren, hat mir Jakob seinen besten Freund Christoph vorgestellt. Schau mal, des is in Gruber sei Schwester. Nach vielen lustigen Abenden im und nach dem Tanzkurs beim Fortgehen lernte ich die beiden Freunde immer besser kennen.
    Durch Jakob habe ich so meine große Liebe kennen gelernt. Danke Jakob, dass du uns vorgestellt hast und dass wir auch die ganzen Jahre über einen guten Kontakt und viele Aktivitäten mit dir erleben durften. Ich habe mich immer als einen eurer Freunde gefühlt, auch in der Situation wo Christoph und ich nicht zusammen waren, hast du dich gemeinsam mit Verena auch mit mir getroffen und versucht zu vermitteln.
    Deine positive Grundstimmung hat einfach jeden angesteckt und ich glaube es wäre gar nicht möglich, dir lange böse zu sein.
    Auch wenn ich es manchmal versucht habe, wenn du mit Christoph die Nächte durchgefeiert hast und er dann völlig fertig am nächsten Tag war und ich alleine alles erledigen konnte. Aber deine zuvorkommende, freundliche und charmante Art haben alles wieder wett gemacht.

  26. Ich habe Jakob in einem Seminar kennengelernt. Jakob hat mich von Anfang an mit seiner Klarheit, Freundlichkeit und seinem grossen Herz für sich eingenommen. Trotz seiner Jugend war er ein in jeder Hinsicht beeindruckender Mann. Er war einer jener seltenen Menschen, die in allem, was sie taten mühelos der Beste war und dennoch niemals andere in den Schatten gestellt hat. Es war eher so, dass sein Licht andere dazu inspiriert hat, selbst das beste ich aus sich herauszuholen. Besonders bemerkenswert war seine Fähigkeit, andere so zu nehmen, wie sie waren und mit allen auszukommen. Seinen wilden Tanz, voller Lebensfreude, Glück und Kraft, auf seiner Hochzeit mit den anderen Burschen im Nebenzimmer werde ich nie vergessen. So behalte ich Jakob in meiner Erinnerung.

  27. Verena und Jakob haben wir beim Ehevorbereitungsseminar „Ehe wir heiraten“ kennengelernt – vom ersten Augenblick an als Paar mit einer besonders liebevollen, angenehm selbstbewussten, authentischen und lebensfreudigen Ausstrahlung. Jakob hat es in diesem Seminar oft am schnellsten oder als Einziger geschafft, schwer in Worte zu Fassendes doch begrifflich festzuhalten. Er brachte es einfach auf den Punkt.

    Das tat er auch bei Diskussionen außerhalb des Ehevorbereitungskurses – drum rum Reden gabs nicht. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung mit ihm waren, wir wussten doch stets, dass eine solche Meinungsverschiedenheit der gegenseitigen Sympathie keinen Abbruch tat – und diese Sympathie empfanden wir einfach füreinander.

    In den letzten Monaten seines Lebens hat sich Jakob noch einmal ganz besonders in unsere Herzen katapultiert. Wir hatten uns zu Beginn des vergangenen Sommers ein älteres Haus gekauft, in das wir unter Anderem ein zweites Bad einbauen wollten. Da wir von Jakobs kürzlich erworbener Maurerausbildung wussten, fragten wir ihn, ob er uns helfen könnte. Wir 2 Familien trafen uns – Jakob und Peter unterhielten sich über Mauererei und anderes, Verena und ich spielten mit unseren Kindern und unterhielten uns ebenso – und es wurde länger als gedacht, bis die Kinder sehr sehr müde waren. Wenige Tage später stand er unangekündigt mit einem Anhänger voller Ziegel vor unserer Haustüre. „I hätt do wos fia eich. Wea hüft ma denn beim Oblodn bei eicham Haus?“ Wir waren in diesem Moment echt überwältigt von dieser selbstlosen und dabei ansteckend freudvollen Art Jakobs, mit seinen Fähigkeiten anderen Menschen voller Tatendrang unter die Arme zu greifen.

    Nun stehen in unserem Haus diese Mauern, die Jakob für uns und mit uns gemauert hat. Am Tag, an dem wir von seinem Tod erfuhren, waren wir gerade in unserem Haus und bewunderten, was er schon alles für uns gemacht hatte. Ich erinnerte mich, wie er unsere 2 1/2 – jährige Tochter einige Wochen davor ihm helfen ließ – und ihr erklärte, dass sie ihrer Mama doch sagen solle, dass das, was sie da in der Hand hielt, eine „Maurerkelle“, und nicht „so eine Art Schaufel“ sei :-) – so hatte ich die Maurerkelle nämlich zuvor genannt…

    Jakob hat es verstanden, Menschen – und auch Dinge – aufzubauen, aufzurichten. Einfach dadurch, dass er einem mit Wertschätzung begegnete, einem zeigte, dass er einem gern seine Zeit und seine Kräfte schenkte – so als gäbe es gerade nichts Wichtigeres.

    An einem Tag hat sich Jakob mit den Worten „Pfiat eich, ihr Herzensmenschen“ bei uns verabschiedet- Worte, die uns schon vor seinem Tod begleiteten, uns ein Gefühl der Verbundenheit mit ihm und seiner Familie gaben, und jetzt eine ganz besondere Bedeutung haben – denn nun haben wir ein Wort, mit dem wir Menschen wie Jakob, wie Verena, Andreas und Michael beschreiben können, Menschen, die einfach durch ihre Art zu leben und anderen Menschen zu begegnen einen besonderen, eingravierten Platz im eigenen Herzen haben: „Herzensmenschen“.

    Danke, Jakob, du „Herzensmensch“, für die Spuren, die du in uns und bei uns hinterlassen hast!

     

  28. An eine Begegnung mit Jakob kann ich mich noch sehr gut erinnern.
    Ich war gemeinsam mit meinem Papa bei einer Oldtimer Rallye unterwegs und fuhren über Oberschlierbach in Richtung Bad Hall. Die kurvigen und schmalen Straßen waren schön zu befahren bis auf einmal ein riesiger Traktor mit einem noch größeren und längeren Anhänger uns entgegen kam. Der Traktor alleine war circa so breit wie die Straße. Als wir uns näherten und versuchten unbeschadet vorbeizukommen entdeckte ich Jakob und Andreas in dem Ungetüm von Traktor sitzen. Er erkannte mich auch sofort, stoppte und sprang in einem Satz die lange Einstiegsleiter herunter (gefühlte 3 Meter). Er beugte sich zum Fenster des nur hüfthohen Oldtimers herab und wir redeten eine Weile über Traktoren und seine Leidenschaft dafür. Andreas blieb in der Zwischenzeit brav auf dem Beisitz in der Kabine sitzen. Jakob erzählte uns auch, das er zuvor schon einige Oldtimer, die ihm entgegen kamen von der Straße in den Wald schicken musste, um vorbeizukommen (so spannend und actionreich, wie er es immer machte). Als wir uns verabschiedeten, mussten wir ihm leider noch die Nachricht auf den Weg mitgeben, das er noch dem halben Starterfeld begegnen wird.
    Das Angebot, dass er mich auch einmal mit dem Ungetüm mitnehmen wird, konnten wir leider nicht mehr einlösen.

  29. Liebe Verena,

    Wir kennen uns nicht….ich hab gestern „zufällig“ in den OÖ Nachrichten den Nachruf von Jakob gelesen…noch vor kurzem hab ich den Beitrag über Euch in Welt der Frau meiner Familie gezeigt.

    Jakob war vor gut 10 Jahren (ich glaub, er war damals 16 Jahres alt) mit uns (siehe Foto), einer kleinen Wandergruppe aus St.Oswald bei Freistadt, unterwegs.

    Meine 2 Söhne haben Jakob bei einem Volksmusikseminar kennengelernt und sich mit ihm angefreundet, und da wir sowieso Richtung Sattledt fuhren, haben wir ihn spontan mitgenommen und konnten mit ihm 2 schöne Tage verbringen.

    Wir Erwachsenen waren von ihm ganz hin und weg – er war für sein Alter schon so reif, so sportlich, so liebenswert…Essen konnte er wie eine Dampflock…und dass er sooo viele Geschwister hat, war ebenfalls für uns einmalig!

    Wir wanderten auf die Ebenseer Hochkogelhütte, haben dort abends musiziert und wollten nächsten Tag eigentlich noch einen Berg gehen…da wir aber alle mitsammen fast nichts geschlafen haben, haben wir dieses Unternehmen abgesagt und sind wieder talwärts gewandert.

    Ich kann mich noch genau erinnern, dass Jakob mit meinen Burschen (damals 11 und 13 Jahre) nach dem Frühstück unbedingt auf den Berg wollte…Da mir aber meine Burschen noch zu „klein“ und unerfahren waren, hab ich ihm das nicht gelten lassen…und er hat es ohne Maulen akzeptiert – obwohl er persönlich sicher total gerne auf den Berg wollte.

    Leider haben wir ihn ja später nie wieder gesehen – unser Ältester hat ihn dann mal beim Bundesheer getroffen – ist aber auch schon einige Jahre aus. Auf jeden Fall waren wir gestern alle mitsammen total bestürzt, dass das Leben von Jakob so kurz war…Ich persönlich hab mir gedacht, dieser Mann hat in seinen 27 Jahren wahrscheinlich schon mehr Gutes getan und anderen Freude bereitet, als andere mit 80 Jahre noch nicht…außerdem hat er uns damals erzählt, dass seine kleine Schwester gestorben ist..oh, wie wird sich die kleine Schwester jetzt freuen, wenn ihr großer Bruder sie in seinen Armen hält.

    Dir Verena, deinen Jungs und den Eltern von Jakob wünsche ich das Allerbeste für die Zukunft – ihr trägt alle mitsammen einen ganz besonderen Menschen im Herzen!!

    Das Gruppenfoto hab ich komischerweise nie weggeräumt, obwohl es schon sehr ausgebleicht war – jetzt werd ich es sicher noch lange stehen lassen… Wir sind dankbar, dass wir Jakob in seinem kurzen Leben kennenlernen durften!

    Maria, Fritz, Johannes, Michael und der Rest der Wanderer

  30. Ehevorbereitungskurs – Tagesthema „Konfliktlösung“

    Das Bild spricht eigentlich e für sich selber 😉

    Aber ich erklärs zur Sicherheit noch… Wir hatten als „Hausübung“ den Zettel mit nach Hause bekommen um uns damit auseinander zu setzen, wie man in einer gelungenen Beziehung Konflikte gut lösen kann.

    Die Gummibärchenpackung hat uns dabei etwas abgelenkt und eigentlich waren wir dann sehr stolz auf unsere tollen Ideen, wie wir Konflikte eigentlich ganz einfach und schön 😉 lösen könnten.

    Manchmal haben wir das tatsächlich so gemacht :) Es war Jakobs liebste Konfliktlösungsmethode.

  31. Ich habe Jakob leider nicht so gut gekannt. Aber vor ca. 10 Jahren waren wir eine Zeit lang Teil einer christlichen Gemeinschaft in Sipbachzell, dem TIC-Kreis. Eine recht muntere Runde von jungen Leuten.

    Einmal im Jahr fuhren wir im Sommer immer auf „Hüttenwoche“, auf einer möglichst urigen Selbstversorgerhütte. Jakob war da auch einen Sommer (damals waren wir auf der „Untergaunitsch-Alm“ im Muhrtal im Lungau) mit voller Begeisterung dabei – egal ob es darum ging den Eischnee händisch zu schlagen (ja, das geht! – mit viel Einsatz – und Jakob gab erst auf, als man sich die Schneeschüssel „aufsetzen“ konnte), im Fluss einen „Kühlschrank“ zu bauen, Kuhhandel (ein wirklich lustiges Spiel!) zu spielen, usw.

    Was mir aber bis ans Lebensende in Erinnerung bleiben wird, ist folgendes Erlebnis: Natürlich machten wir auch die eine oder andere Wanderung. An diesem Tag stand als gesamte Gruppe die Tour auf das Weißeck am Programm. Ein wirklich schöner Berg – und wer genau schaut, findet in der Nähe des Gipfels sogar Edelsteine!
    Ein paar von den Jungs (natürlich war da Jakob auch dabei) und ich beschlossen dann auf der Riedingscharte die Tour noch ein bisschen auszudehnen und  einen wilden Weg über einen gut erkennbaren Graskamm zum Murursprung zu nehmen und dann erst zurück zur Hütte zu gehen. Bald schon zog leider ein dichter Nebel auf, sodass wir komplett die Orientierung verloren und uns unabsichtlich nur noch im Kreis bewegten. Als wir das bemerkten, beschlossen wir doch ins Tal abzusteigen – im direkten Weg, über steile, mit Felsabbrüchen durchsetzte Wiesenhänge, die leider auch etwas nass waren. Obwohl wir uns ganz vorsichtig bewegten, rutsche ich plötzlich aus, konnte mich niergends mehr halten und wurde immer schneller und schneller. Mir war irgendwie schon klar, dass ich keine Chance mehr hatte. Und dann, war da auf einmal der Jakob – der in Windeseile aus einigen Metern Entfernung herbeigesprungen kam und mir im letzen Moment noch seinen Fuß zum Abfangen hinstreckte. So kam ich, als ich schon gar nicht mehr damit gerechnet habe, doch noch zum Stillstand. Das war wirklich knapp, und ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie das ganze ohne Jakob ausgegangen wär…
    Ja, wahrscheinlich war er in diesem Moment so etwas wie ein Lebensretter!

     

  32. Eine kurze Erzählung für Andreas, die mir immer wieder als positives Beispiel in Erinnerung ist – daran muss ich wirklich oft denken.

    Wanderung auf den Sonnstein 2013

    Ein wunderschöner spontaner Wandertag, mit schönem Wetter, guten Gesprächen und sehr fleißigen Wander-Kindern.
    Am Hinweg, kann ich mich noch erinnern, bin ich hinter Jakob nachgefahren, der die Kurven immer extrem weit ausfuhr (wie betrunken) – die spätere Erklärung war, dass er ja auf seine Mitfahrer achtgeben muss (kl. Detail am Rande).

    Als wir dann oben waren – ein herrliches Gefühl. Aber überall gings richtig steil bergab. Andreas war schon flott auf den Beinen und neugierig.
    Ich weiß noch genau den Moment, als Jakob sich seinen Sohn schnappte, sich runter beugte und Andreas genau zeigte wie weit er gehen darf und dass es sehr steil bergab geht.
    Und was mir besonders im Kopf hängen geblieben ist – seine Erklärung:

    „Andreas, da gehts richtig steil bergab, siehst du des. Wenn du da runter fliegst, dann kann di net amoi da Papa mehr auffangen, da kann i da nimmer helfen. Du musst da voi gut aufpassen und net zu nahe zum Rand gehen“.

    Fürn Andreas war des genau so – der Papa ist stark und kann erm immer helfen. Drum hab ich die Erklärung so super gefunden, weil wenn sogar der Papa Jakob nimmer helfen kann, dann muss ma da wirklich aufpassen.

     

    Jakob und Verena sind echt Vorbilder, was man seinen Kindern alles erklären und auch zutrauen kann. Aus diesem Grund ist auch Andreas für sein Alter schon so ein geschickter Bub :-)

    Wanderung Sonnstein

  33. Ich habe Jakob als Firmbegleiter kennen gelernt.

    Ein junger Mann mit viel Energie und Lebensfreude, und mit einer großen Portion an Gottvertrauen.

    So richtig motiviert für die Firmlinge.

    Die Erfahrung vom Bundesheer konnte er hier am Almsee so richtig ausspielen.

    Wie geschaffen war der Platz für Ihn hier.

    Berge, Wasser, Wald, Lagerfeuerplatz, viel Essen und viele Junge Erwachsene die er etwas erklären und mitgeben konnte für ein christliches Leben! 

    Demut war das  um was es wirklich ging:

    „Demut“ ist der Versuch in Wahrheit zu leben- so das man sich selbst in den Spiegel schauen kann!

    Und so war es auch.

    Ich glaub er konnte sich selbst auch lieben, daher war er wahrscheinlich so ein einzigartiger Beziehungsmensch.

    Im Gespräch gemeinsam konnten wir über Baustellen- (und wir haben richtige Luftschlösser gebaut), Familie und Kinder, Wandern und Bergsteigen so richtig gut reden, und wir waren immer auf einer Welle!

    Liebe Kinder Andreas und Michael, genießt auch die Schönheit der Natur und das Gottvertrauen und habt´s viel Spaß mit Eurer Mama.

    Danke, Gegi

  34. Hey wir kennen uns doch  – oder Jakob der Friedensstifter
    Vor ein paar Jahren, es müssten so 3-4 gewesen sein, als wir noch jung und voller Fortgeh-Motivation waren besuchten wir ein „legendäres“ Festl  mit dem Namen Fire & Ice in Steinerkirchen. Jakob war gerade mit ein paar Freunden vom Klassentreffen gekommen und wir standen gemütlich mit einem Bier beisammen, als ich im Augenwinkel bemerkt, dass neben uns eine Stenkerei handgreiflich zu werden drohte.
    Auch Jakob schien dies bemerkt zu haben und drehte sich mitten im Gespräch um und rief (oder wohl besser schrie *g*) in Richtung des Provokateurs „Hey Servas“ und streckte ihm die Hand hin. Als dieser dann kurz irritiert innehielt schrie Jakob nochmal „Servas, kennst mi nima?“ worauf hin dieser merklich nachdenklich den Kopf schüttelt, aber ihm trotzdem die Hand gab. Jakob setzte nochmal bestimmt nach „sicher, vom Schulgeh damals!“ Sein Gegenüber dachte nochmal scharf nach und schüttelte dann abermals den Kopf. Jakob beendete das Ganze dann mit „ned? Entschuldigung, dann hab i di verwechselt!“ und wandte sich mir, mit einem breitem Lächeln im Gesicht, wieder zu.
    Der Kontrahent war inzwischen verschwunden, bzw. die Wut bei dem noch immer nachdenkenden Gast verraucht. Auf meine Rückfrage wer der Typ war antwortet Jakob nur „Keine Ahnung, kenn i ned!“ und sein Grinsen wurde noch breiter.
    So einfach kann man also bei einer Streiterei dazwischen gehen – vielleicht können Andreas & Michael das bei ihren ersten Fortgeh-Erfahrungen irgendwann einmal brauchen!
    LG Franzi

  35. Wir haben mal nur so geschaut,

    Jakob haben wir schon gekannt, ja… er war öfter dabei wenn wir bei Alex eingeladen waren.

    Immer mit einen herzlichen Lächeln und voller liebevoller Ausstrahlung. Von der ersten Begegnung an immer mit seinem herzhaften Lächeln welches sich in unseren Gedanken regelrecht eingebrannt hat 😉

    Doch dass er dann (wie eine Selbstverständlichkeit) auf unserer Baustelle steht und voller Tatendrang voller Willen und Motivation uns hilft… dafür sind wir heute noch so dankbar und regelrecht gerührt, dass er so hilfsbereit war.

    Ich hab immer wieder sicher zehn mal gesagt:

    „Jakob! DANKE DANKE DANKE … und wehe du meldest dich nicht wennst mal hilfe brauchst wir wollen sich revangiern!!!“ seine Reaktion: „JA.. JA…“ und grinste mich an bis über beide Ohren.

    Das alles an unseren ersten Baustellentag, ich voll nervös vor lauter hektik und einfach „wuahhh :D“ Jakob hat immer die richtigen Worte gefunden mich wieder runter zu holen, seis weil ich Panik bekam weil noch eine Ziegelpalette auf unserer rissigen Decke stehen soll, oder weil er einfach bemerkte dass meine Farbe im Gesicht nicht mehr so ist wie sie sein soll.

    Und dann war er auch noch so weit dass er ein weiteres Wochenende für uns opferte!

    Sein Schmee, sein Gefühl für jede Situation und natürlich sein körperlicher Einsatz voller Motivation hat uns mehr als geholfen.

     

    Bei der Abschlussgrillerei haben wir Ihn die ersten ein bis zwei Stunden vermisst… hmm vill hat er vergessn ruf mal an…    JA er hat vergessen 😀

    Nichtmal eine Stunde später ist er dann eingetroffen voller schlechten Gewissen weil er das einfach vergessen hat, hundert mal entschuldigt hat er sich… Doch für uns war es einfach nur so lieb .. beim Arbeiten stand er hab dacht vor der Tür bereit für ARBEIT, doch das nehmen war nicht so wichtig …. 😀

    Jedes erneute Treffen mit Ihm war immer wieder ein schönes Erlebnis was wir niemals mehr vergessen werden. Seine Herzlichkeit, seine Freude am Leben … das sind Eigenschaften die man am besten von Ihm lernen sollte …. Danke Jakob, dass wir in so kurzer Zeit so viel von dir lernen durften! Du bist und bleibst immer in unseren Herzen!

     

    DANKE Sigfried und Theresa

  36.  
    Die „Wandlung“ der Halloween-Kinder
     
    31.10.2014 / Die „Nacht der 1000 Lichter“ in der Steinbacher Kirche!
     
    Jakob rief mich ein paar Tage vorher an, sagte er habe davon gehört und wollte wissen wie das so ist und ob wir auch hin gehen. Er sagte dass ihn das ganze Halloween-Getue nicht wirklich interessiere und er und Verena sich das gerne ansehen wollten. Bevor sie kamen hat es schon zigmal an der Tür geklingelt, mir ging es schon auf die Nerven, da auch ich keine Freude mit diesem amerikanischen „Brauch“ habe. Beim nächsten Klingeln war ich erfreut Jakob und Verena vor der Tür zu sehen. Nach der Begrüßung im Vorhaus klingelte es schon wieder. Ich erzählte kurz von meinem Unmut, daraufhin riss Jakob die Haustüre auf und sagte zu den draußen stehenden Halloween Gestalten: „Schauts dass weida kummts!“
     
    Aber gleich darauf fing er ein Gespräch mit ihnen an und erzählte ihnen von der Lichternacht in der Kirche und dass sie sich das auch ansehen sollten. Wir gingen in die Kirche und Jakob freute sich, dann tatsächlich die Halloween-Kinder dort zu sehen!
     
    Wieder einmal ein Zeichen dafür, welche Wirkung er auf Andere hatte!
     

  37. Ganze 8 Jahre bin ich mit Jakob in die VS & HS Sattledt gegangen. Was ich da alles mit ihm und der „Gang“ unternommen und aufgeführt habe, hätte alles bis aufs kleinste Detail niedergeschrieben gehört (eine dieser Erinnerung ist u.a. die kleine Narbe welche auf Jakobs Stirn „verewigt“ worden ist :) ) Ich erinnere mich nur zu gerne an die ganzen Blödeleien und das Verstecken vor dem Schulwart – diese Zeit war einer der schönsten in meinen Leben. Alles war noch so einfach und man kannte etwas wie Verantwortung oder Pflichten noch nicht.

    Leider haben wir uns alle irgendwie auseinandergelebt und sind unsere eigenen Wege gegangen.

    Beim letzten Klassentreffen war ich richtig geschockt wie es hieß, dass viele Freunde bereits Kinder und verheiratet sind. Ich als „alter Junggeselle“ dachte mir … jetzt wird es auch für mich mal an der Zeit mein Leben in den Griff zu bekommen ^^ Vor allem Jakob zeigte sich von einer ganz anderen Seite – total seriös und verantwortlich, was für mich vorbildlich war.

    Das war das letzte mal als ich ihn zu sehen bekam und ich wünschte mir, Jakob wäre auch bei weiteren Klassentreffen dabei. Die ganzen alten Geschichten zukünftig ohne ihn zu erzählen erfüllt mein Herz mit tiefer Trauer.

    Ich bin dankbar für die Zeit die ich mit Jakob hatte. Ich werde ihn vermissen und als Freund und Klassenkollege in Erinnerung behalten.

  38. Julia und ich durften Jakob im Rahmen des einjährigen Ehevorbereitugskurses „Ehe.wir.heiraten“ im Oktober 2011 kennenlernen. Inbesondere das erste Treffen ist mir noch sehr gut in Erinnerung – ich weiß noch, dass ich, als doch ein paar Jahre älterer Kerl, Jakob und Verena heimlich ein bisschen bewundert habe, so jung Eltern zu sein und das offensichtlich so gut hinzubekommen.
    Im Ehevorbereitungskurs wir waren so eine bunte, tolle, lustige Truppe, dass sich bald richtige Freundschaften entwickelt haben, die bis heute bestehen – auch wenn wir einander viel zu selten sehen (was in Julias und meinem Fall u.a. daran liegt, dass wir in Wien leben). Doch gerade in diesen Tagen zeigt sich, dass hier die Qualität der Beziehungen viel wertvoller ist als die Quantität der Treffen…
    Ich kann mich noch gut an die intensiven, kontroversiellen Gespräche im Kurs erinnern; an Jakob gefiel mir, dass er freundlich, aber bestimmt seinen Standpunkt vertreten konnte, dass er offen war, lustig, interessiert. Dass er zwart ein wirklich toller Kerl war, aber keine Spur von Arroganz und Eitelkeit vermittelte. Und dass er immer wieder zeigte, wie sehr er seine Verena liebte.
    Schön waren auch die Abende nach den Treffen – ob beim Wirten oder beim Punschtrinken in Wels beispielsweise.
    Jakobs und Verenas Hochzeit fand genau eine Woche nach unserer Hochzeit statt – nachdem sie mit uns gefeiert hatten, war dies Julias und mein erster „Auftritt“ als Ehepaar bei einer anderen Hochzeit. Das tolle Fest wird mir immer in Erinnerung bleiben.
    Jakob und Verena haben uns auch in Wien besucht – das werde ich auch nicht vergessen, ohne ins Detail zu gehen! 😉
    Eine kleine Anekdote zum Schluss: Ich fand es wirklich witzig, als Andreas mal beim Spielen irgendwie hingefallen ist, zu Weinen begonnen hat und Jakob „zum Trost“ geschimpft hat – weil er so patschert gewesen war. Klingt jetzt irgendwie arg, hat aber so gut gepasst – und Andreas hat jedenfalls zu weinen aufgehört…
    Ich wünsche mir und glaube daran, dass Jakob nun seine Vollendung in Gott gefunden hat; Verena wünsche ich viel Kraft und die Gewissheit, dass sie den schweren Weg nicht alleine gehen muss.

  39. Gerne denke ich zurück an die vielen gemeinsamen Stunden die ich mit Jakob auf verschiedenen Zeltlagern und Burschentreffen verbringen konnte! Ich kann mich noch gut erinnern, wie er es mit viel Enthusiasmus und Schmäh verstanden hat, die Kinder zu motivieren und ihr Zelt auf Vordermann zu bringen – die Seile richtig zu spannen, einen Graben rund um das Zelt auszuheben, alles sauber für die Zeltkontrolle aufzuräumen und dann mit viel Einfühlungsvermögen die Gruppenstunde zu halten…

    Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit Jakob verbringen konnte. Vor allem seine lebendige und lustige Art war sehr wohltuend! Ich freue mich schon sehr ihn einmal wieder zu treffen! Möge Jesus ihm die Fülle der Freude und des Lebens jetzt zuteil werden lassen und möge das, was hier auf der Erde begonnen hat, im neuen Leben jetzt zu noch größeren Entfaltung kommen!

  40. Endlich war der Tag gekommen. Es war der 19.12.2014. Jakob, Lukas und ich fuhren zum Skifahren nach Obertauern. Als ich Lukas von der FH abgeholt habe, weil er noch schnell eine Prüfung schreiben musste, holte ich Jakob bei seinen Eltern in Sattledt ab. Wir packten den Kofferaum voll und los ging die Reise, ja keine Zeit verlieren. Um ca. 12:30 kamen wir dann schlussendlich an. Die Sonne schien und es war keine Wolke zu sehen. Einfach ein traumhafter Tag, etwas mehr Schnee hätte nur noch sein können, aber egal. Jeder kaufte sich seine Karte und los gings. An den Südhängen war der Schnee sehr weich, kein Wunder unter 1.500 m war es grün, an den Nordhängen wie Zehnerkar war es eine Eispiste von oben bis unten. Zum Glück liegt Obertauern so hoch haben wir uns gedacht. Lukas der Draufgänger war so schnell, dass wir Mühe hatten hinter her zu kommen.

    Nach ein paar Stunden gönnten wir uns eine Pause bei einem Jagatee. Der war guat. Wir freuten uns riesig die Sonne zu genießen, jeder lachte und machte Scherze. Ja wir sahen sogar vier Leute im Siebzieger Style und Schiern mit über 2m den Lift rauffahren, die sich danach in der Schirmbar mit einigen Getränken gleich angeheitert hatten. Ab dem Zeitpunkt wussten wir, dieser heutige Abend, der wird lusitg werden.

    So verging die Zeit, es wurde 4h Nachmittag und wir bezogen einmal unsere Zimmer. Aber Achtung, nur keine Zeit verlieren, die Party hat bereits begonnen. Schnell machten wir uns frisch, schnell mal duschen und lieber mehr Duft als zu wenig. Ans Essen dachte auch keiner, das wird überbewertet.

    Lukas, der Fortgehprofi unter uns, hatte sogar eine kleine Soundmaschine mit, dass die Party schon beim Schließen der Zimmertüre beginnt. In der Schirmbar, mit dem Namen Lürzer Schirmbar, wurden wir zuerst einmal per Shakehands mit dem Namen empfangen und begrüßt. Ist ja klar, wir sind ja nicht irgendwer, habe ich zu den beiden gesagt. Als Sie mich so anschauten, musste ich gestehen, ja es gab da so eine Vorgeschichte, mhhh, Ihr wisst schon aus dem letzten Jahr, ich bin mit meinem Freund Markus schon mal hier gewesen und wir stellten die Bar auf den Kopf. Mhhh OK, alles klar, kenn mich aus hat einer der Beiden gesagt und von oben bis unten gelächelt. Es dauerte nicht lange haben wir das erste Bier getrunken und als ich beim Zweiten meinen Rückstand aufholen musste, sa ich die Beiden bereits auf der Bar stehen.

    Fortsetzung folgt,….

  41. Ich hätte es noch gern erlebt …
    Wir haben schon viel gehört was für ein außerordentlicher Mensch Jakob war.
    Wir wissen auch wie viele wichtige und unersetzliche Rollen nun unbesetzt sind.
    Aber meine Rede ist mehr für die Blinden, für die der einäugige Jakob der König war. Für mich persönlich, fühle ich mich in erster Line einfach vom Schicksal ein bisschen besch.. äh betrogen. Das Gute nimmt man doch zu oft als selbstverständlich war.
    Ich habe mir die letzten Tage einige alte Fotos angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es eigentlich nicht einen Jakob gibt, sondern verschiedene Versionen. Viele Dinge sind bei allen Versionen vorhanden wie der 110 prozentige Einsatz und der feste bis schmerzhafte Händedruck. Vieles aber hat sich weiterentwickelt.
    Bei der ersten Version kann ich mich nur gut erinnern, wie wir um die Wette gefuttert haben
    was das Zeug hält – und ich muss zugeben er konnte immer zumindest ein
    Schnitzel mehr essen als ich. Im Nachhinein interessant, dass ich immer der
    dickliche Junge war. Ich kann mich auch noch gut an die nicht immer
    freundlichen Raufereien erinnern. Wobei ich mir seit ein paar Tagen sicher bin,
    dass ich fast immer der Gewinner war.
    Die zweite Version hat mich dann zum Bergsteigen gebracht. Hat mit mir und später ohne mich Zeltlager organisiert. Mit mir über das Leben im Allgemeinen und die Frauen im speziellen nachgedacht. Mit mir Jungscharstunden vorbereitet und Vodka Red Bull getrunken.
    In Gebetskreisen gesunden und auf Festln durchgefeiert. Die Rucksäcke für einen 3 Stundentrip bis zum Anschlag mit gefüllt mit Essen und Decken für alle. Im Nachhinein wissen wir das es nur bewusstes oder unbewusstes Training für viel wichtigere Fracht war.
    Die dritte Version ist dann mit Weniger von mir ausgekommen. Aber ich glaub, alle die den Jakob von früher kennen können mir da nur zustimmen, dass erst mit Verena ein
    richtiger Mann aus Jakob geworden ist. Diese Version hat, einen Berufswechsel
    gemacht um mehr Zeit für die Familie zu haben. Ging in Karenz um seine Kinder
    aufwachsen zu sehen. Hat tolle Geburtstagsfeiern und Wandertage für seine Freunde organisiert.
    Das traurige für uns alle hier ist, dass wir das Update auf die Version Jakob 4.0 nun leider nicht mehr geben wird.
    Ich hätte es noch gerne erlebt.
    Ich hätte noch gern den einen oder anderen Spieleabend gehabt.
    Ich hätte noch gern an Jakobs eigenen Tisch gesessen wo immer der auch gestanden wäre.
    Ich hätte es noch gern gesehen, wenn er mit dem halbwüchsigen Andreas beim Bergsteigen nicht mehr mithalten kann.
    Ich wäre gern bei der 100er Geburtstagsfeier in nicht ganz 25 Jahren gewesen.
    Ich hätte gern die ersten grauen Haare von Jakob gesehen.
    Ich hätte noch gern das eine oder andere Mal auf den Tischen getanzt.
    Ich hätte noch gern mit Jakob über Rückenschmerzen und grauen Star gesprochen.
    Ich hätte noch gern eine heiße Backerbsensuppe auf einem verschneiten Gipfel gegessen.
    Ich hätte es noch gern erlebt, wenn er Dinge die er mal konnte des Alters wegen nicht mehr schafft.
    Ich hätte noch gern mit Jakob über Altersheime und Sterbehilfe diskutiert.
    Aber das bleibt uns verwehrt. Aber die Erinnerung kann uns keiner mehr nehmen. Wir müssen mit dem was uns Jakob gegeben hat zufrieden sein. Es war zweifelsohne zu kurz, aber ich möchte doch behaupten genug.

  42. Für Michael und Andreas, wenn es mal mit einem Mädchen ernst wird, wär es vielleicht gut zu wissen, was Papa gemacht hat 😉

    Es ist schon ein Weilchen her, so um die sieben Jahre, als Jakob bei uns in der Küche saß und mit glühenden Augen erzählte er habe ein Mädchen kennen gelernt. Es war ihm schon anzumerken, dass es nicht irgendein Mädchen war, dass musste ein besonderes sein. Er hat sie auf einem Ball in Kirchdorf kennen gelernt und wollte sie wiedersehen. Aber die qualende Frage, was er beim nächsten Treffen mit ihr unternehmen solle? Ich machte Vorschläge wie Kino gehen. Jakob: „zu alltäglich, außerdem möchte ich mich mir unterhalten, sie kennenlernen. Es muss was besonderes sein“. Baden? „zu intim nach dem ersten Treffen, man kann sich ja beim 2ten Treffen nicht halb-nackt gegenüber stehen“. usw. Nichts schien ihm zu passen… da kam ihm selbst die rettende Idee: Schneeschuhwandern! Das wars man kann sich unterhalten, er kann seine sportliche Fitness unter Beweis stellen und es war etwas besonders.

    Tja und weiter muss ich euch die Geschichte wohl nicht erzählen 😉

    Einige Jahre später, darf ich die beiden auf eine Wanderung nach St. Thomas am Blasenstein begleiten, da ich beim Hochzeitsspiel den Mai ergattert habe! 😉

  43. Zwischen Jakob und Sandro hat sich der Running Gag „Gerti“ aufgebaut. Immer wenn wir uns in einer größeren Masse gesucht haben, schrie einer: „Gerti“ und alles aus unserer Gruppe, wussten dass sie gesucht waren.

    Ursprung dieser Erinnerung ware eine Werbung im Fernsehen. Hier sind sie alle anzusehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=-X938-xABNw

     

  44. Wir haben uns kaum eine Woche gekannt, da war das natürlich ein spannendes Thema, dass beim Jakob daheim 10.000 Hühner mit der Hand gefangen werden?!? Frag mal jemanden der das noch nie gesehen hat, da hat man die lustigsten Bilder im Kopf und irre Ideen, wenn einem dann Jakob auch noch sagt, er kann 10 Stück auf einmal tragen. :) Jakob fands auch lustig, mich mit (für ihn) so etwas banalem beeindrucken zu können.
    Da kam ich auf Grund meiner Neugier nicht drum rum, dass ich mir das gleich mal angeschaut habe. Zuerst auf jeder Seite eins. Dann laufen Peter und Paul (5Jahre) vorbei und tragen 5 Stück. Na dann muss man sich doch ein bisschen mehr bemühen und zumindest sechs tragen können. Die Finger tun irgendwie, wahrscheinlich hat man einfach den Dreh noch nicht raus. Jakob kommt gottseidank vorbei und gibt mir einen Kuss zwischendurch, und man holt sich frohen Mutes die nächste Hand voll. Langsam findet man dann gefallen daran, alle laufen, die Kisten füllen sich eine nach der anderen. Motivation fehlt da sicher nie. Dem Leistungsdruck mit der Absatzmenge konnte ich leider nicht ganz stand halten. Aber was man nicht in den Händen hat, muss man dann im Kopf haben, drum bin ich ziemlich schnell befördert worden zur „Zählerin“.

    Wenn alles erledigt ist, dann gibts literweise Bananenmilch und Kuchen! :)

    Ihr solltet das auch mal probieren!

     

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