18 Gedanken zu „Was ich an Jakob ganz besonders toll fand…“

  1. Liebe Verena!

    Es gibt nur wenig, das ich mit Jakob persönlich erleben durfte. In erster Linie kenne ich ihn aus Andis Erzählungen, ein oder zwei Mal war ich mit ihm fort… Das tat und tut jedoch meiner Bewunderung (mir fällt momentan kein Wort ein, dass es besser beschreiben würde) für ihn bzw. für euch als Familie keinen Abbruch.

    Vor ca. 3 Jahren hab ich ab und zu bei Andi auf der Baustelle vorbei geschaut, damals noch als „die gute (platonische!) Freundin“ vom Polier – mal hab ich Lasagne vorbei gebracht oder auch mal Redbull und Wurstsemmerl für die Partie, wenn der Tag mal wieder länger gedauert hat. Jakob hat dann keine Gelegenheit ausgelassen ein bisserl den „Kuppler“ zu spielen und Andi zu erklären, auf eine Frau die einem Essen bringt muss man sich schauen. *gg* Wann immer ich bei den Burschen vorbei geschaut habe, egal wie lange der Arbeitstag schon gedauert hat oder wie besch…eiden das Wetter war – Jakob war immer gut drauf, hatte einen Schmäh parat und hat einem das Gefühl vermittelt, dass er jede noch so kleine Nettigkeit unglaublich zu schätzen weiß!

    Und tatsächlich hatte Jakob nicht unrecht mit seiner Vermutung „da geht irgendwann noch was bei euch“. 😉 Ich habe damals noch nicht daran geglaubt, aber 3 Jahre später trage ich nun den Verlobungsring am Finger und unsere Tochter am Arm.

    Andi hat Jakob immer sehr geschätzt – als Kollegen, als Freund und auch euch als Familie. Es kam durchaus mal vor, dass Jakob die Partie zusammengehalten hat. Speziell dann, wenn Andi mal wieder versucht hat das Rauchen aufzugeben und seine Laune dementsprechend war. *gg* Besonders geschwärmt hat Andi aber immer, wenn du mit den Jungs auf der Baustelle vorbei geschaut hast. Andreas und Michael habens ihm angetan, so brave Buben und so lieb und so g’scheid. :) Wenn Andi nach solchen Tagen heim gekommen ist, hatte man oft den Eindruck, dass er am Liebsten gleich selber „die Produktion gestartet“ hätte.

    Nun, wo wir selbst eine kleine Familie sind, beschäftigt mich dein/euer Schicksal und dieser furchtbare Verlust noch mehr. Ich war nie ein besonders gläubiger Mensch – aber ich ertappe mich immer öfter dabei, dass ich mir morgens sage „bitte lass ma in Andi auf d’Nacht wieder gut heim kommen“.

    Vor dir Verena und vor deiner Familie habe ich tiefsten Respekt und ich bewundere dich für deine unsagbare Stärke! Trotz deiner großen Trauer vermittelst du eine Kraft und einen Lebensmut, den ich mit Worten nicht beschreiben kann. Ich hoffe und wünsche mir, dass dir das immer erhalten bleibt!

  2. Hab den Jakob zwar ned persönlich kennt, bin aber schlussends auf dieser (sehr schön gemachten und dennoch traurigen) Seite gelandet. Wie es dazu kam: Ich war im August ’16 am Großen Pyhrgas und hab die Karte gesehn, die am Gipfelkreuz hängt. Nach langem Rätseln bin ich draufkommen: er war der sehr motivierte Schulsprecher von der HTL damals, dessen Gesicht ich nicht vergessen hatte.

     

    Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.

    An seine Hinterbliebenen:
    May the wind always be at your back and the sun upon your face.

     

    Ein HTLer von damals

  3. Bierli, wir, die Familie Ecker, denken noch oft an dich und es fällt noch immer sehr schwer, zu akzeptieren, dass es dich nicht mehr gibt. Du warst für unseren Sohn ein Freund, wie ein Felsen. Danke dafür!

     

    .und bist untrennbar

  4. Jakob hat in unserem Institut der BAUAkademie OÖ am 2. Bildungsweg die Facharbeiterausbildung zum Maurer mit Auszeichnung abgeschlossen. Als ich hörte, dass ein HTL-Ing. nun Maurer lernen will, wollte ich diesen Mann unbedingt auch persönlich kennenlernen:

    Ein dynamischer und vor allem ein echt sympathischer junger Mann trat mir gegenüber. Auf die Frage, warum er sich vom Maschinenbauer nun zum Maurer verändern will bekam ich die direkte Antwort: „Ich war in meinem Job viel unterwegs. Jetzt habe ich mein 2. Kind bekommen und will als Vater mehr bei meinen Kindern sein…. außerdem macht mir das Arbeiten auf den Baustellen großen Spaß!“ Sein „Blitzen“ in den Augen veriet mir, dass wir für die Bauwirtschaft einen tollen Menschen und sicher zukunftsträchtigen Mitarbeiter gewonnen haben: „Wenn Sie wollen, unterstütze ich Sie im Karriereweg am BAU, so wie wir es schon mit vielen anderen Facharbeitern getan haben, die jetzt erfolgreiche Bauspezialisten oder auch Baumeister sind!“ Dies hat ihm gefallen und ich war mir sicher, Jakob macht seinen beruflichen Aufstieg in der Bauwirtschaft.

    Meine Mitarbeiter waren von Jakob begeistert: Mit seiner freundlichen und so positiven Art steckte er den gesamten Lehrgang an. Innerhalb kürzester Zeit war er der Co-Lehrer und half den schwächeren Kollegen fachmännisch und kameradschaftlich weiter.

    Seine Auszeichnung bei der Lehrabschlussprüfung war der 1. Meilenstein seines beruflichen Werdegangs in der Bauwirtschaft.

    Ein paar Monate wurde er aus dem Leben gerissen. Unverständlichkeit und immenser Ärger über das „Warum und Wieso“…Seit dem begleitet mich Jakob laufend bei meinen Vorträgen über das menschliche Versagen. Wir können es nicht zur Gänze vermeiden, aber doch sehr reduzieren, wenn wir mit Hausverstand, vorausschauend Risikobereiche checken und sichern und vor allem im Vorfeld schon vermeiden, sodass unsere menschlichen Fehler nicht Katastrophen auslösen und dadurch wir uns selbst oder andere Menschen ins Unglück stürzen…es wäre meist oft so einfach gewesen…doch „danach“ ist die Zeit nicht mehr zurück zu drehen…

     

     

     

  5. Auf Jakobs Grab liegt ein sehr persönliches Andenken, auch unter der Erde hat er eine Kelle bei sich liegen :)  Ich freue mich über die persönliche Note, die viele Menschen in ihre Handlungen legen! Jakob du hast sie alle berührt.

    Auf der Kelle am Grab sind folgende Worte eingraviert:

    „Lieber Jakob,

    wir sind unfassbar traurig, dass du nicht mehr bei uns bist! In unseren Herzen und Gedenken wirst du aber ewig einen Platz haben und für immer bei uns sein. Es ist zwar nur eine kleine Kelle, aber wie ich dich kenne schaftst du damit auch etwas ganz Großes. Danke für die Zeit die ich mit dir verbringen durfte!“

  6. Es ist schon ein paar Tage aus, Jakob, dass du nicht mehr unter uns weilst. So tief der Schock über deinen Tod anfangs saß, so schmerzlich wird mir nach und nach bewusst,  wo überall du fehlst. Wenn ich mir die Fotos der letzten Jahre durchsehe, stolpere ich bei unzähligen Anlässen über dich. Jedes einzelne Mal gibt es mir einen Stich im Herzen. Ich kann es einfach immer noch nicht fassen, dass du aus dem Leben geschieden bist und ich nun keine neuen Fotos mehr mit dir zusammenbringen werde. Leider macht dein Tod in meinem Kopf immer noch ein durcheinander und so werde ich es wohl nur schwer zusammenbringen einen anständigen Text zu formulieren, aber ich möchte trotzdem ein paar Dinge sagen.
    Viel aus Jakobs Leben ist mir noch  „warm“ in Erinnerung. Dinge, die man über die Sinne wahrnimmt, vergisst man bekanntlich am wenigsten, daher meine Sinneserinnerungen an Jakob:
    Seine Umarmungen, die waren so fest, dass man sich geehrt fühlte, aber manchmal fast schon keine Luft mehr bekam.
    Und die Art, wie er mich beim Namen gerufen hatte: „Jo die Liiisa“- ich habs immer noch im Ohr.
    Bei meiner Polterei ist er als „Stripper“ am Hauptplatz aufgetreten (keine Sorgen, Verena war dabei) und das Befühlen seiner Muskeln (ich war blind) beeindruckt mich noch heute. (So gehört das jetzt zum Augenschmaus oder zum Befühlen… Mmh…)
    Riechen kann ich ihn nicht mehr, aber ich glaub, das ist gut, denn das sagt mir, dass er mir nie unangenehm aufgefallen ist.
    Er hat irgendwie immer subtil auf uns Mädls aufgepasst, das Gefühl beschützt zu sein, wenn er dabei ist, werde ich nie vergessen.
    Was mir auch noch gut in Erinnerung ist, ist, wie wir mal auf einer „Walking and Talking Tour“ waren. Ich war relativ untrainiert und stieß an meine körperlichen Grenzen. Jakob hat mich nicht im Stich gelassen. Nicht mal ein bisschen. Als wir dann zu einer Stelle kamen, wo eine Kreuzotter am Weg lag, dachte ich mir, dass es das für mich jetzt war. Naja genauer gesagt habe ich gar nicht mehr viel gedacht, ich war nämlich panisch und am Ende meiner Kräfte. Der Weg war sehr schmal und man konnte der Schlange, die direkt daran lag, einfach nicht wirklich ausweichen. Ich wollte den Weg zurückgehen, fest entschlossen, nicht in die Nähe der Schlange zu kommen. Das hätte aber bedeutet weiß-ich-wie-viele Stunden allein im Toten Gebirge unterwegs zu sein. Und dann kam Jakob. Wie auf ein krankes Ross hat er auf mich eingeredet und irgendwann bin ich mit. Ich kann mich nicht mehr erinnern ob ich vorbei gegangen bin oder er mich getragen hat, aber ich weiß noch, dass ich ohne ihn echt schlimm aus der Wäsche geguckt hätte.
    Manchmal ging ich ihm, glaub ich, gegen den Strich. Aber das tat unserer Freundschaft irgendwie trotzdem keinen Abbruch. Dann haben wir halt diskutiert oder ich hab ihn halt nicht verstanden, aber: hintennach hatte ich immer was zum Denken. Manches von dem, wie ich meine Beziehung zu meinem Mann führe, beruht auf einer Diskussion mit Jakob, wo wir entschieden haben es genauso oder ganz anders zu machen. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.
    Am Ende bleibt mir außer meiner Erinnerung leider nur immer wieder ungläubig auf den Pate Zettel in unserer Küche zu schauen und jedes Mal wieder um diesen außergewöhnlichen, schillernden Mann zu trauern, der viel zu früh gegangen ist. Das Lied „Meine engen Grenzen“, das wir bei seiner Beerdigung sangen, werde ich wohl nie wieder ohne Tränen in den Augen singen können. Jakob du fehlst uns!

  7. Ich und mein Mann haben Jakob nicht sehr lange gekannt, haben ihn letztes Jahr auf der Baustelle von meiner Schwägerin kennengrlernt und dort war ich damals sehr beeindruckt von ihm, als ich eine Baustellenbesichtigung machte und er sofort aus der Grube sprang und mir die Hand reichte, ich dachte er verwechselt mich.
    Von dort an waren mein Mann und ich richtige Fans von ihm, generell die ganze Truppe war sehr freundlich, doch Jakob fiel besonders positiv auf.
    Heuer haben wir angefangen zum Hausbauen und unsere voraussetzung war es, das die Truppe von Andi kommen muss, Gregor machte uns das möglich und wir waren mega happy drüber.
    Jakob ist nur leider etwas später dazu gekommen, weil er glaub ich privat oder so zu tun hatte mit der Bauerei? Ach egal, aber als er dann den ersten Tag hier war, freuten wir uns sehr und er war einfach so, wie wir ihn kennengelernt hatten, super freundlich, lustig, hilfsbereit und wie ich bei dir schon gelesen habe, er prädigte auch 😀
    Und ich kann mich noch erinnern wie ich mit Jakob auf unserer Terasse gestanden bin und er mir von seinem Berufswechsel erzählte und „wie geil des gfühl is wenn ma was schaffn kann und in der frischen Luft is, egal ob Regen, Sturm oder 40° im Schatten“ und hat dabei bis über beide Ohren gegrinst und natürlich, das er mehr Zeit mit der Familie verbringen will.
    Er war auch so dankbar wenn wir was zum Essen gemacht haben, oder seis einfach nur ein Tee, er hat sooooviel dankbarkeit gezeigt, das hat mich echt beeindruckt. Einmal hab ich auch Muffins gemacht, da hat er mich dann gefragt ob er seine Jungs einen mitnehmen kann, weil die so lieb klein waren 😀 und er hat einfach immer so gestrahlt..

    Er hat sich auch bei der Arbeit nie was mies machen lassen, beim Zwischenwände aufmauern hat er gefacht das man vom Schlafzimmer in den Schrankraum geht, dem war aber nicht so, schwup die wup war der Schrankraum nicht mehr begehbar weil keine Türe vorhanden war. Sogar das hat Jakob mit Humor gesehen, da haben wir alle gelacht wie wir das gesehen haben! :-) :-)

    Wir haben uns dann wie wir mit dem Rohbau fertig waren ausgemacht, das er mit dir und 2 Hühner vorbei kommt und dann Grillen wir Bierdosenhenderl, zu dem ist es leider nicht mehr gekommen :-(

    Ich könnte noch soviel schreiben, obwohl wir ihn nur so kurz kannten.

    Jakob war aufjedenfall ein sehr sehr toller, großartiger Mensch und ich muss oft an ihn denken weil das für mich so unglaublich ist was passiert ist und er einfach so besonders war!!

    Im Anhang füge ich noch ein paar Fotos hinzu wo Jakob drauf ist und von den Muffins 😛 (die links haben ihm so gefallen :-))

    Verena, ich wünsche Dir und deiner Familie weiterhin alles alles erdenklich gute und ganz viel Kraft weiterhin.

    Liebe Grüße
    Kerstin

  8. Andreas war geboren

    Jakob erstaunte mich immer wieder in seinem Geschick die richtigen und vor allem so tiefgehende Worte zu finden und diese unter die Leute zu bringen. Deshalb hat die wirklich wichtigen Dinge immer er formuliert. Und wenns schnell gehen musste, dann wars eindeutig besser, dass ich das mache! :)

    Ich habe gerade ein altes E-Mail ausgegraben. Er hat folgende berührende Worte gefunden zu der Geburt unseres Sohnes ANDREAS:

  9. ….a Meinung hab’n, dahinterstehn…

    Jakob und ich sind sich nach langer Zeit „ENDLICH“ vorm Spar zufällig über den Weg gelaufen. Die Freude war beiderseits groß, denn wir sind ja beide von Sattledt in Kremstal gezogen und wohnten (wieder) gar nicht weit voneinander entfernt, doch sahen wir uns trotzdem nur sehr selten…

    Am Besten in Erinnerung geblieben ist mir von dieser Begegnung, dass Jakob (der seinen Einkauf bereits erledigt hatte) beide Hände ausschließlich mit BIO-Produkten übervoll hatte :-)

    Keine „Ausreden“ wie man sie so oft (leider auch von vielen Landwirten) hört- nein, Jakob kaufte das ein, wofür er stand! BIO! :-)

  10. Jakob begrüßte mich immer so herzlich, meist mit „Hallo Eva, schön dasd do bist“ und einer festen, langen Umarmung. Das tat einfach gut, so bewusst „gesehen“ und zugleich wertgeschätzt zu werden und ich fühlte mich gleich wohl und willkommen. Die Umarmung war oft wirklich lange, er lies einfach nicht sofort wieder los, was mich beeindruckte und ich ihm dankbar bin, den so bleiben mir diese Begegnungen mit ihm noch bewusster in Erinnerung.

    Ich werde mir viele seiner tollen Lebenseinstellungen zu Herzen nehmen.

    Wenn ich mal neben ihm über was „suderte“ oder „zweifelte“, waren seine Lösungen ganz einfach -> „wenn di de so nervt, daun triff di afach nimma mit ihr“ oder „überleg net laung, mochs afoch“ oder wie bereits öfter erwähnt „scheiß di amoi im lebm net au“…

    Jakob, danke für deine einfachen und ehrlichen Ratschläge!

    Zur Geburt von Michael schenkte ich (vor allem Verena) „Zeit“. Jakob sagte mir mehrmals, wie dankbar er mir ist, dass ich seine Frau unterstütze. Ich finds einfach schön, dass er das sah und aussprach.

    Jakob, ich werde Verena noch ganz viel „Zeit“ schenken und sie unterstützen und freue mich darüber, dass du mir dankbar bist.

    Jakob, du bleibst für mich ein Vorbild mit deiner lieben, fürsorglichen, hilfsbereiten, fröhlichen, positiven & stärkenden Art. Wir sehen uns wieder 😉

  11. Ich hatte gerade das Bahnhofsgebäude verlassen und war die letzten Schritte nach Hause unterwegs als Jakob mich anrief. Es war Sommer und in Österreich verteilt fanden Schönstattburschenlager statt, die auch „überfallen“ werden wollten. (In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wird versucht, deren Lager-Fahne zu klauen. Was, wenn Jakob dabei war, auch meist gelang. ) Ich hatte bis dahin immer nur davon gehört und war  noch nie bei so etwas dabei gewesen. Hatte auch gehört, dass es da mitunter rau zugehen kann…aber das hat es natürlich nur noch spannender gemacht!

    Am Telefon meinte Jakob, dass wir überfallen fahren würden.
    Ich fragte: „Wie moanst  des WIR?“
    „Na, du foast mid überfoin!“
    „Echt?“
    „Sicha foast du mid!“

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wertgeschätzt ich mich gefühlt habe. Es war so selbstverständlich, dass man mich dabei haben wollte, dass ich nicht einmal gefragt wurde, ob ich mit will. :)

    Danke Jakob!

    Ich habe meine Assoziationen an Jakob und was ich an ihm super fand, auch in ein wordle gegossen:

  12. Jakob war ein ganz besonderer Mensch… Und es gibt so vieles, an das ich mich erinnere…

    Hier ein kurzer Überblick:

    – „Matura is a Fisch“ – Ja so hat uns der Jakob schon damals in der Schulzeit bisschen runtergeholt und uns vermittelt, dass es wichtigere Dinge im Leben als die Schule und die Matura gibt :)… und wir die Sache einfach ganz locker und gelassen angehen sollen.

    – Beeindruckt hat mich auch Jakobs Ehrlichkeit,- da blieb einfach nichts ungesagt und das schätzte ich an den Begegnungen mit Jakob und seiner Familie.

    – Jakob hatte stets ein offenes Ohr und zeigte Interesse an Leben des anderen. Danke für die ehrlichen Gespräche und dass man sich bei dir einfach immer wertgeschätzt gefühlt hat.

    -„Chrisi,- jetzt scheiß di amoi im Lebn net au“…- das war auch so ein Spruch vom Jakob, der mir noch lang in Erinnerung bleiben wird :) Danke für deine  Unkompliziertheit und deine Gabe, manche Sachen einfach nicht so eng und mit mehr Gelassenheit zu sehen.

    – Jakobs Spontanität und vor allem auch die Fähigkeit andere mit seiner Energie und Lebensfreude anzustecken, war beeindruckend. Ich erinner mich an viele verrückte, abenteuerreiche und lustige Aktionen :)

    – Danke an die Gastfreundschaft in eurem Hause, die ihr Jakob und Verena mir vermittelt habt-ich hab es immer geschätzt, einfach willkommen zu sein, einfach jederzeit kommen zu dürfen, einfach den Kühlschrank aufmachen zu dürfen, um sich was herauszuholen, einfach mal auf der Couch zu schlafen, weil der Weg nach Hause schon zu lang erscheint…

    Jakob, einfach Danke für alles!

  13. Ich lernte Jakob kennen, als ich 15 war. Damals hatte ich gerade meine ersten Schultage in der HTL in Wels und freundete mich schon zu Beginn mit einem Jungen namens Lukas Bieregger an. Das Erste, was ich über Lukas erfuhr: Er hat eine riiiiiesige Familie. In einen der nächsten Pausen stand dann auch schon sein großer Bruder, Jakob, bei uns in der Klasse und redete mit Lukas. Die beiden sahen sich so ähnlich, da wusste ich sofort: Das ist der große Bruder, von dem Lukas immer erzählt hatte…

    In den darauffolgenden Wochen verging kein Tag, an dem ich Jakob nicht irgendwo in der Schule traf. Immer wieder erklärte er uns etwas zum Stoff der vergangenen Stunden oder was ein Abteilungsvorstand, Werkstättenleiter, etc. den ganzen Tag so macht. Zu Beginn meiner HTL-Zeit hatte ich überhaupt keine Ahnung, wie es läuft. Ich bewunderte Jakob, was der schon alles wusste und beneidete meinen Mitschüler Lukas zugleich. Gerne hätte ich auch so einen großen Bruder gehabt. :)

    Schließlich richteten Lukas und Jakob eine Party auf dem elterlichen Bauernhof aus. Dann sah ich zum ersten Mal den kompletten Bieregger-Clan. Was für eine riesige Familie, dachte ich mir und beneidete meinen Freund Lukas umso mehr… In den darauf folgenden Jahren wurden noch zahlreiche Partys beim Bieregger-Clan veranstaltet. Und immer zeichnete sich das selbe Bild ab: Jakob wurde als ältester Bruder von allen jüngeren Geschwistern respektiert, sein Wort hatte auch bei fremden Partygästen Gewicht und wenn es doch einmal zu Streitereien kam, griff er immer ein. Denn wenn es eines gibt, dass er nicht mochte, dann waren es Gehässigkeiten! So lernte ich Jakob kennen, und das schätzte ich an ihm ganz besonders…

    Ich bin froh, diesen wunderbaren und gutherzigen Menschen kennen gelernt zu haben. Seinem engeren Umfeld wünsche ich für diese dunklen Stunden viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu bewältigen. In unserem Herzen klafft seit Jakobs Tod ein großes Loch – unsere Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Jakob sind das Kostbarste, was uns bleibt. Passen wir also gut auf sie auf!!!

  14. Meine Mum hat was ausgegraben:

    Die Coverfamilie Bieregger in der „Welt der Frau“ 😉
    Verena & Jakob
    Großfamilienclan
    Jakob Bieregger (25) hat einen mutigen Schritt gewagt. Der HTL-Absolvent hängte seinen Job als Maschinenbauingenieur an den Nagel und begann eine Maurerlehre. Die Arbeit auf der Baustelle macht ihm Spaß und er hat mehr Zeit für die Familie – in seinem früheren Beruf war er oft für mehrere Monate im Ausland unterwegs.
    Verena (23) und Jakob sind noch sehr junge Eltern, das zweite Kind Michael ist erst zwei Monate alt. Für sie war aber immer klar, dass sie eine eigene Familie gründen wollen. „Ich war 15, als meine kleine Schwester auf die Welt kam. Ich war für sie die Ersatzmama. Ein Kind zu versorgen ist für mich ganz normal“, erzählt Verena, die wie weiteren Geschwister hat. Für Jakob ist das auch nicht neu, er ist das älteste von neun Kindern. Dass er die Haupternährerrolle innehat, war „finanziell einfach sinnvoll“, sagt Verena. „Und in mir ist die Überzeugung tief verankert, dass die Mutter im ersten Lebensjahr sehr wichtig und zum Teil auch unersetzbar ist, etwa beim Stillen.“ Aber auch Jakob hatte den Wunsch, aktiv Vater zu sein, und Verena tat die außerfamiliäre Anerkennung Abwechslung gut. Vier Monate nach der Geburt von Andreas (4) begann sie wieder, für sechs Stunden in der Woche zu arbeiten, und Jakob absolvierte seine 38 Stunden geblockt an vier Tagen, um freitags zu Hause sein zu können. Später erhöhte die Projektassistentin und Kinderartenpädagogin auf 13 Stunden und arbeitete in einem Kindergarten, in den sie ihren Sohn mitnehmen konnte. „Wir haben keinen Fernseher, dadurch bleibt Zeit uns über unsere Bedürfnisse auszutauschen“, sagt Jakob. Während seiner viermonatigen Papakarenz stockte Verena ihre Arbeitszeit auf 25 Stunden auf. „Zum Glück war das von unseren Arbeitgebern her möglich.“ Verena wünscht sich mehr Anerkennung für Mütter, auch finanziell, etwa in Form eines Müttergehalts.
     
    Verena und Jakob pflegen ein großes Netzwerk und bekommen daraus viel Unterstützung. Für die Zukunft schwebt ihnen ein Mehrfamilienhaus vor: „Das hätte sozial und finanziell viele Vorteile.
     

     

     

  15. Cheers für den Spruch aller Sprüche:
    Gelobt sei der Schöpfer der Welt,
    denn ER hat die Berge so hoch gestellt.
    Damit nicht jeder Lumpenhund,
    womit die Täler so reichlich gesegnet,
     uns hier oben begegne!

  16. Ich habe an Jakob besonders geschätzt, dass er immer versucht hat, das Beste aus den Menschen herauszuholen und einem dabei das Gefühl gegeben hat, dass man es sicher schafft. Dabei hat er sicher viele seiner Mitmenschen über sich hinauswachsen lassen. Das Ganze hat er oft mit einem unkonventionellen Spruch a la: „Scheiß di net o“ garniert, mit einem Grinser im Gesicht.

    Bewundert habe ich an Jakob auch, dass er sofort sah, wenn wo seine Hilfe nötig war und nie gezögert hat, jemand Schwächerem zu helfen. Dabei schaffte er es aber gleichzeitig, der Person ein gutes Gefühl zu geben. Ich kann mich noch an die lange Wanderung übers tote Gebirge erinnern, wo einige brenzlige Situationen dabei waren… Es war eiskalt, hat durchgeregnet und die Wanderung hat viel länger gedauert als wir erwartet hatten und trotzdem hat Jakob es irgendwie geschafft, die Gruppe zusammenzuhalten, den Langsameren Mut zu machen und allen, das Gefühl zu geben, dass wir noch gut ans Ziel kommen. Und so war es dann auch. Über ein paar Schnäpsen und einem guten Kaiserschmarrn in der Hütte konnten wir alle wieder über die lange Wanderung lachen.

  17. Jakob lernte ich als Zeltlagerteilnehmer und später als Gruppenleiter kennen. Die Jungen seiner Gruppe „hingen“ an ihm. Er hatte ein großes Herz, verbreitete um sich ein gutes Klima. Ich habe keine Erinnerung, ob er im Zeltlager mal wütend oder gereizt gewesen wäre. Vertrauen und Wertschätzung erst einmal zu investieren, ohne zu fragen, ob der andere das verdient hätte – so würde ich das „Geheimnis“ seiner pädagogischen Begabung versuchen zu benennen. Durch seine praktische Art konnte er natürlich auch Punkte sammeln bei den Burschen. Auf der Baustelle hat er sich wohler gefühlt als am Schreibtisch. „Der ideale Lehrlingsausbilder“ – das kam mir immer wieder in den Sinn, wenn ich an Jakob dachte.
    Jetzt haben wir für die österr. Schönstatt-Burschen einen Fürsprecher im Himmel.
    Pater Elmar Busse

  18. Ich habe an Jakob lieben und schätzen gelernt, dass…

    Dazu fallen mir einige Dinge ein.

    Wie zum Beispiel sein Lachen und Humor.

    Doch eins ist mir ganz besonders in Erinnerung.

    Jakob schaffte es, in Menschen das Beste zu wecken. Er glaubte an sie. Und sein Glauben war ansteckend.

    So war es bei mir zum Beispiel als ich Gruppenleiter auf den Schönstattburschen Zeltlager war. Er übergab mir eine herausfordernde Gruppe (= lebendige Kinder) und glaubte fest daran, dass ich es meistern würde.

    Ich erinnere mich auch genau an den Moment, als er mich zum Lagerleiterstellvertreter vorschlug. Ich war stolz, was er mir zutraute und merkte: Ich kann meinen Fähigkeiten vertrauen und vieles bewirken.

    Dieses Vertrauen in meine Fähigkeiten verdanke ich Jakob ganz besonders.

    Danke, Jakob – du warst für mich ein Segen.

    Raphael

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